| Den stärksten Farbeffekt erzielen die
Pflanzen mit ihren Blüten, aber auch das Blattwerk, Rinde, Beeren oder Fruchtstände
wirken oftmals auch noch im Winter sehr dekorativ. Wesentlich für den Gesamteindruck des
Gartens ist allerdings die Farbzusammenstellung. Zwar ist Farbe eine Geschmachsfrage, aber
es gibt einige generelle Richtlinien, die beachtet werden sollten. Betrachtet man die
einzelnen Farben genauer, so lassen sich die häufig im Sprachgebrauch verwendeten Wörter
wie 'harmonisch' und 'kontrastreich' erkennen.
Bei der Teilung des Farbspektrums in eine Blaupalette -mit
den kalten Weißtönen, den Schattierungen von Blaurot, Magenta, Karmesin, Blau und Lila-
und eine Gelbpalette -mit den Farben Cremeweiß, Elfenbein, Lachsrosa, Scharlachrot,
Orange und Gelb-, zeigt sich, dass Farbmischungen aus beiden Paletten besser
miteinander harmonieren als solche innerhalb einer Palette. Um einen harmonischen Eindruck
zu erhalten, ist es empfehlenswert sich bei der Farbauswahl zu beschränken, denn in der
Realität lassen sich die Farben des Gartens nicht von ihrem gewöhnlichen grünen oder
erdfarbenen Hintergrund trennen.
Auch die Qualität des Lichts ist ein wichtiger Faktor, das
abhängig vom Klima und der Tageszeit ist. In Gegenden, wo es sanft und eher bläulich
ist, sollten Pastellfarben wie wie Blassrosa, Flieder und Blaugrau gewählt werden.
Dagegen empfehlen sich leuchtende Farben bei strahlendem Sonnenschein und in mediterranen
Landschaften. Andererseits lässt sich eine schattige Gartenecke mit Lachsrosa-, Orange-,
Rot- und Gelbtönen beleben, und ein sonniger heißer Innehof wirkt kühler bei der
Farbwahl von Grau, Blau und Weiß. |
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