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Kleine Gartenanlagen

      

kleiner-garten.jpg (193029 Byte) Natürlich lässt sich auch eine kleine Gartenanlagen farbenprächtig inszenieren und attraktiv gestalten. Dazu gibt es genügend Tricks, mit denen ein winziges Grundstück viel größer wirkt, als es in Wirklichkeit ist.
       
Zwar wären große Gemüsebeete mit Bohnenstangen, Tomatensträuchern, Kräutern und Beerenobst optimal, oder im Schatten eines alten Laubbaums einen Sommertag zu verbringen kann ebenso traumhaft schön sein. Doch die Realität sieht meist anders aus, da viele Gärten kleiner als 300 qm sind. Bei den hohen Grundstückspreisen freuen sich vor allem Stadtbewohner schon über einige Meter um ihr Ambiente herum, oder auch über eine schmale Fläche hinterm Reihenhaus. 
Zu sehr verdrießen muss dieser Umstand nicht, denn es kommt hier vor allem auf Fantasie und Technik bei der Gestaltung an. Das mag sich zunächst sehr versonnen anhören, doch ein paar ganz gezielte Tricks helfen, die kleine Anlage optisch größer und mitunter sehr raffiniert wirken zu lassen.

Sichtachsen sind unter anderen eine Möglichkeit, die sich zum Strukturieren kleiner Gärten einsetzen lassen. Sie erzeugen das Gefühl von Weitläufigkeit. Beispielsweise lässt sich von der Terrasse aus der Blick zielgerichtet zu einem Eyecatcher am anderen Ende des Gartens lenken. Das kann eine Steinfigur ebenso sein wie eine aparte Sonnenuhr oder ein kleines Wasserspiel. Der Weg, der dorthin führt, sollte möglichst schmal sein und von üppigen Blumenrabatten oder halbhohen Hecken gesäumt werden. Denn das unterstreicht die Tiefenwirkung und die Länge des Grundstücks.

Gartenanlagen in sehr schmaler Streifenform verlangen allerdings meist mehr Weite. Auch die lässt sich vortäuschen - etwa durch diagonale Wege oder Querfugen, wobei die Grenzen zu beiden Seiten offen und transparent bleiben sollen. Eine Pergola oder eine Bank können hier helfen, den Eindruck zu verstärken. Das Schaffen von Gartenräumen ist ein weiterer Tipp. Dabei können Hecken oder Rankwände als Gliederung dienen, mit  Durchgängen aus Bögen, die von Efeu, Wildem Wein oder Clematis überrankt sind. Eine solche Gartenanlage macht neugierig und ist nicht schon beim Betreten überschaubar. Wer sie durchschlendert, entdeckt immer wieder etwas Neues.

Eine andere Variante ist die Gestaltung mit verschiedenen Ebenen, die sich mit Hilfe von Treppen, Podesten oder einer stufenartigen Bepflanzung realisieren lassen. Dem Betrachter kann auch auf diese Art Abwechslung geboten werden. Darüber hinaus tragen Farbkompositionen zu einer größeren Erscheinung bei, wie weiße und blaue Blühpflanzen, die eine Tiefenwirkung verstärken.

Wichtig zu wissen bei der Planung ist, dass wenige Elemente kleine Gärten meist größer wirken lassen. Von daher sollte eine Überfrachtung möglichst vermieden werden, was vor allem bei der Bepflanzung eine wesentliche Rolle spielt. Statt einer großen Kastanie oder Linde sollte bei kleinen Stadtgrundstücken lieber Bäume gepflanzt werden, die auch nach vielen Jahren nicht zu mächtig sind. Kugelrobinie, Kugelahorn, Säulenkirsche oder Zierapfel eignen sich dafür besonders gut, ebenso Flieder, Hängebirke und Ebereschen.

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