| Das Großklima wie Küstennähe,
Weinanbaugebiet, exponierte Hanglage, Mittelgebirge oder Flusstal, lässt sich im
Gegensatz zum Mikroklima im Garten nicht beeinflussen. Hier sind die Klimabereiche -die
oftmals von einem Abschnitt zum anderen stark variieren können- herauszufinden, da davon
sowohl die Gartengestaltung als auch die Pflanzenwahl abhängt. Zu klären sind welche
Bereiche in der prallen Sonne oder im kühlen Schatten liegen, die wärmsten und
kältesten Zonen sich befinden, der Wind am heftigsten weht oder es geschützt ist. In Hanglagen wirkt sich das Kleinklima noch intensiver auf die
Planung aus. Denn die Auswahl der Pflanzen ist für einen Südhang anders vorzunehmen als
an einem einem Nordhang. Osthänge sind in der Regel mit Schwierigkeiten verbunden und
Westlagen in vorherrschender Windrichtung sind auch nicht ganz ohne Probleme. Darüber
hinaus ist darauf zu achten, dass in Hanglagen die Kaltluft abfließt und sich nicht
negativ auf die Kultur empfindlicher Pflanzen auswirken kann.
Ein Garten in noch völlig freiem Gelände braucht vor allem Windschutz und stellenweise
etwas Schatten. Daher sollten vorab einige rasch wachsende, widerstandsfähige, kleinere
Bäume oder große Sträucher gepflanzt werden. Dazwischen sind die eigentlichen Gehölze
oder Stauden angeordnet, die auf Dauer bleiben sollen. Sind diese ausreichend groß
geworden und haben sich eingewöhnt, dann werden die Pioniergehölze ohne großes Bedauern
entfernt.
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