| Vor dem Kauf sind grundsätzliche Fragen wie
Zweck, Standort, Bauweise, Größe, Haustyp, Konstruktion, Form, Material und
Inneneinrichtung zu klären. Je nachdem, ob das Gewächshaus als Blumen- und
Gemüsegarten, oder als Tropen- und Kakteenhaus dienen soll, verändern sich die
Anforderungen. Ein günstiger Standort ist in der Regel da, wo die Breitseite volle Sonne
bekommt, der Wind nicht ungehindert hereinpfeift, er sich auch bei ungünstiger Witterung
leicht erreichen lässt und Strom sowie Wasser leicht zugänglich sind. Ob rund, rechteckig oder ans Haus gelehnt ist mehr eine Sache der
Optik. Nur bei freistehenden Glashäusern ist ein rechteckiges Modell mit Satteldach
erforderlich. Sollten Kübelpflanzen darin überwintern, dann ist auf eine ausreichende
Grundfläche von mindestens 20 qm zu achten.
Als Material kommen Glas oder Kunststoff in Frage. Acrylglas ist lichtdurchlässig, lange
haltbar und hat den Vorteil, dass es die Pflanzen vor dem Verbrennen schützt. Denselben
Zweck verfolgt geknörpeltes Glas, es verstreut das Licht in verschiedene Richtungen und
eine Isolierverglasung hält Kälte und Hitze zurück. Bei der Tragkonstruktion hat sich
wegen seiner Leichtigkeit und Langlebigkeit Aluminium durchgesetzt.
Auch auf die Bedürfnisse der Pflanzen ist einzugehen, dass sie im Sommer nicht vor Hitze
eingehen und im Winter nicht erfrieren. Denn bei hohen Temperaturen und hoher
Luftfeuchtigkeit ist ein ausreichendes Lüften über Türen, Dach oder mittels eines
leistungsstarken Ventilators notwendig und Verschattungen schützen vor zuviel Sonne. Am
besten geeignet sind Außenverschattungen, da es bei Innenverschattungen zu Hitzestaus
kommen kann.
Die Inneneinrichtung dagegen muss den eigenen Anforderungen
angepasst sein. Eine Tröpfchenbewässerungsanlage erspart das Gießen von Hand,
garantiert die richtige Wassermenge für jede Pflanze und hält die Luftfeuchtigkeit
konstant. Unbedingt erforderlich sind allerdings Heizung und Pflanzentisch, und als
Frostschutz reicht auch ein Elektrolufterhitzer mit Thermostat aus.
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