| Das liegt daran, dass die dicht gefüllten
Sorten meist nicht befruchtet werden. Bei den locker gefüllten Sorten besteht dieses
Problem zwar nicht, aber durch den Rückschnitt wird die Fruchtentwicklung gestoppt.
Sollten im Herbst Hagebutten geerntet werden, dann ist der Rückschnitt einschränken oder
es sind ungefüllte beziehungsweise wenig gefüllte Einmalblüher zu pflanzen. Glänzend und breit wie kleine Kartoffeln hängen die Hagebutten an
den Triebspitzen der Kartoffelrose Rosa
rugosa. Auch an den herbstlich blattlosen Zweigen der heimischen Heckenrose Rosa
canina sind sie zu hunderten ebenso zu finden wie an der Alpen-Heckenrose Rosa
pendulina, die voll mit den knallroten, flaschenförmigen Früchten hängt.
Der saftige Blütenboden der Scheinfrüchte wächst nach
der Befruchtung becherartig um die Früchte herum und bildet so die rote Hülle. Im
Inneren befinden sich dicht gerängt die Kerne, die von steifen Haaren geschützt, sind.
Werden Hagebutten in der Küche verarbeitet, dann sind die
Früchte sorgfältig zu entkernen. Nur das süßsäuerliche Fruchtfleisch kann zu
vitaminreichen Marmeladen, Soßen, Kompott oder Sirup verarbeitet werden. Für die
Zubereitung von Hagebuttenwein werden die Früchte komplett verwendet, da die Maische nach
der Gärung sowieso abgepresst und gefiltert wird.
Hagebuttenzweige, die dekorativ in einer Vase zur Geltung
kommen sollen, müssen vor dem ersten Frost geschnitten werden, da die Früchte sonst
schnell abfallen.
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