| Wege schaffen eine Verbindung zwischen Haus
und Garten. Sie können für die Gestaltung bestimmend sein, indem sie die Struktur
hervorheben und einen Rahmen schaffen, von dem aus bestimmte Bereiche, Räume und Objekte
zugänglich sind. Bei einer guten Planung wird
zunächst der kürzeste Weg ermittelt, der die wichtigsten Elemente des Gartens direkt
miteinander verbindet. Dieser Weg wird anschließend so abgewandelt, dass er durch den
ganzen Garten führt und diesen möglichst gut erschließt. Das macht ihn zu einem
wichtigen Strukturelement des Gartens. Besonders gut gestaltete Wege erfüllen mehr als
nur einen Zweck. Sie trennen Bereiche voneinander und machen sie zudem gut erreichbar.
Ihre Gestaltung sollte sowohl rationalen Gesichtspunkten folgen, als auch die Schönheit
des Gartens betonen.
Wege werden vor allem durch ihre Breite, Farbe, Gestalt und
Richtung geprägt. Kräftige Linien unterstreichen ein klares Design und passen gut zu
formale Gartenanlagen, dagegen sind sanfte unauffällige Linien und Formen eher für einen
ungezwungenen und natürliche gestalteten Garten geeignet.
Geometrische Formen mit markanten Seitenlinein -denen das
Auge beim Gang durch den Garten folgt- vermitteln das Gefühl von Ordnung. Horizontale,
durch Pflanzen hervorgehobene Muster lassen den Blick hin und herschweifen. Und
auffällige Pflanzen, diagonal am Weg gepflanzt, lenken den Blick weiter.
Generell können Wege auf sehr unterschiedliche Art
gestaltet und ausgeführt werden. Große Bedeutung kommt auch den Wegebiegungen zu, sie
sind so zu planen, dass die Ecken nicht abgekürzt und die Pflanzen dabei zertreten
werden.
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