| Gegen Ende des Monats erntet man junge Stiele
einer angetriebenen Rhabarberpflanze, die man bereits im März mit Mistumschlag und
Folienschutz entsprechend präparierte. Neben Erst-
und Folgesaaten von Erbsen, Spinat, Radieschen und Mairettich, kommen außerdem noch
Pflücksalat, Möhren, Rote Rüben, Schwarzwurzeln, Sommerrettich, Butterkohl, Petersilie,
Kerbel, Borretsch, Sauerampfer und gegen Monatsende noch Zuckermais hinzu. Wer selbst
Setzlinge von Gemüsearten herangezogen hat, wird diese jetzt auspflanzen. Auch
Steckzwiebeln gehören jetzt in den Boden, aber nicht zu flach, weil sie im Boden quellen
und sich dadurch hochheben.
Gepflanzt werden vorgetriebene Dicke Bohnen und Kartoffeln,
letztere jedoch nur in schon wirklich ausreichend erwärmtem Boden. Man steckt Schalotten,
Steckzwiebeln, Knoblauchzwiebeln, pflanzt den ersten Satz Kohlrabi und Kopfsalat sowie
Wirsing. Schnittlauch, Pfefferminz, Estragon, Pimpinelle, Tripmadam, ausdauernder Majoran
und ebensolches Bergbohnenkraut, Thymian, Liebstöckel und Zitronenmelisse gehören aufs
Kräuterbeet.
Im Freiland sind nun viele Saaten möglich. Schwarzwurzeln,
Pastinaken und Chicoree gefolgt von Möhren, Markerbsen, Mangold, Radieschen, Rettich
sowie Rote Bete. Den Bedarf an deftigen Würzkräutern decken demnächst Kerbel, Dill,
Borretsch und Petersilie. Gegen Ende des Monats sind Bohnenkraut und Majoran dran. Porree
wird auf das Anzuchtbeet gesät, dagegen Blumenkohl, Brokkoli und Sommerendivien
ersteinmal in Kisten. Gepflanzt werden früher Porree, Kopfsalat, Kohlrabi sowie
vorgetriebene Kartoffeln, Schalotten und Knoblauch gesteckt .
Die Pflege bereits besäter oder bepflanzter Beete
erfordert eine Menge Zeit. Es empfiehlt sich, alle Beete mit Folien oder Vlies abzudecken
und sie bei Trockenheit zu wässern. Schlitzfolie ist zunächst vor dem Gießen
zurückschlagen, bis die sich entwickelnden Pflanzen die Schlitze weit genug öffnen.
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