| Erziehungs- und Erhaltungsschnitt bei Pflaumen
und Aprikosen ist in der Regel während der Zeit des Austriebs vorzunehmen, weil diese
Eingriffe von ihnen besser überstanden werden. Ausserdem lassen sich jetzt die
Knospenarten gut unterscheiden. Junge Obstbäume,
die kräftige und zugleich ziemlich aufrecht wachsende Triebe haben, bilden williger
Fruchtholz, wenn diese Triebe jetzt waagerecht gebunden werden.
In der ersten Aprilhälfte können noch Obstgehölze
gepflanzt werden, einschließlich Kiwi und Wein. Stützende Pfähle bei schwachwüchsigen
Obstbäumen und Beerenobststämmen sollten auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft, morsche
Pfähle ersetzt und schadhafte Bindungen erneuert werden.
Zu beachten ist auch, dass Schädlinge an den Obstgehölzen
zunehmend aktiv werden. Die kleinen Raupen von Frostspannerfaltern sind bereits unterwegs
und fressen am jungen Austrieb. Sie lassen sich mit umweltverträglichen Präparaten auf
der Basis von Bacillus thuringiensis oder Neembaum bekämpfen. Wo sich Spitzendürre
andeutet, vorrangig an Sauerkirschen, müssen die betroffenen Trieb- oder Zweigpartien bis
ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Außerdem sollte bei Pfirsichbäumen auf einen
Befall der Kräuselkrankheit geachtet werden. Abgestorbene Triebspitzen werden
zurückgeschnitten. Dabei ist zu beachten, dass nur bei noch geschlossenen Knospen
gespritzt werden darf.
Das Erdbeerbeet wird gehackt, von Unkraut gesäubert und
eventuell gedüngt. Eine Mulchdecke aus Stroh zwischen Erdbeeren, aus Laub-Kompost-Gemisch
oder ähnlichem zwischen Himbeeren und Brombeeren ist erst auszubreiten, nachdem sich die
Erde ausreichend erwärmt hat. Erdbeeren sind mit Hilfe eines Folientunnels vor Schaden an
den Blüten durch Spätfröste zu schützen. Erdbeeren können noch den ganzen Monat über
gepflanzt werden
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