| Von den Süßkirschen hängen nur noch die die
späten Sorten an den Bäumen. Die hellen Sauerkirschen reifen nun heran und gegen
Monatsende beginnt die Erntezeit der Schattenmorellen. Die Schattenmorellen müssen nach der Ernte an den Langtrieben eingekürzt
werden. Auch bei den anderen Obstgehölzen sind die Konkurrenztriebe zu entfernen und die
Wasserschosse wegzuschneiden. Von Ende Juli bis Mitte September sind die
abgeernteten Obstbäume zu schneiden, denn die Wunden verheilen jetzt besser als nach
einem Winterschnitt.
Die Stämme von Apfel- und Birnbäumen sind mit
Fanggürteln zu versehen, um Apfelwickler-Raupen daran zu hindern, an den Stämmen
hochzuklettern und sich unter der Borkenrinde zu verpuppen.
Die Obsternte von Pfirsichen, Aprikosen, Birnen und Äpfeln
sollte nicht vor der Vollreife der Früchte erfolgen, denn zu früh gepflückten Früchten
fehlt es an Farbe, Zucker und fruchtiger Säure.
Ist die Erdbeerernte beendet, so ist das Unkraut von den
Beeten zu entfernen und der Boden oberflächlich zu lockern. Bleibt die Pflanzung jedoch
noch ein Jahr stehen, dann müssen solche Sorten nach der ersten Ernte Nährstoffe in Form
eines rasch wirkenden Volldüngers erhalten. Das führt zur Kräftigung für die zweite
Ernte und zur Bildung von Blütenknospenanlagen für das Folgejahr. Zuvor ist die Erde
zwischen den Reihen zu lockern und die Ausläufer sind zu entfernen.
Bis Mitte Juli können die Johannisbeeren am Strauch
hängen bleiben, um so gehaltvoller im Geschmack werden sie. Begrenzt gilt dies auch für
Stachelbeeren.
Abgeerntete Johannis- und Stachelbeersträucher sind
auszulichten und die diesjährige Triebe von Himbeeren anzubinden. Bei zuviel entwickelten
Triebe werden nur die Kräftigsten genommen und die überzähligen entfernt. An
diesjährigen Trieben von Brombeeren sind die entstehenden Geiztriebe in den Blattachseln
zu stutzen. So kommt Licht und Luft an die Zweige und es geht nicht unnötig viel Kraft in
überflüssige Triebe.
Beim Weinspalier werden fruchtende Triebe zwei bis drei
Blatt über den Gescheinen -Blüten- bzw. Fruchttrauben- entspitzt und nicht fruchtende
auf ein bis zwei Blatt zurückgenommen. Danach werden die tragenden Triebe gut verteilt an
das Spaliergerüst gebunden.
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