Bei Stauden und großblütigen Sommerblumen
ist alles Verblühte laufend zu entfernen. Auch an den Rhododendren und am Flieder sind
Samenansätze zu finden, die entfernt werden müssen. Stauden die zweimal blühen, wie
Rittersporn und Trollblumen, werden sofort nach der Blüte, auf etwa zehn Zentimeter über
der Erde, abgeschnitten. Etwas Kompost rund um die Pflanzen hilft ihnen, sich frisch zu
entwickeln.
Der Boden ist zu lockern und die Stauden an heißen Tagen mit Wasser zu versorgen, aber
nicht mehr zu düngen. Auch höher werdende Stauden sind rechtzeitig zu stützen, bevor
sie auseinander fallen.Die im Mai und Juni gesäten
Zweijahresblumen brauchen nun Platz. Entsprechendes gilt für im vergangenen Herbst und
Frühjahr gesäte Stauden. Sollten Schwertlilien weniger gut geblüht haben als in den
Jahren zuvor, dann sind die überalterten oder abgestorbenen Teile zu entfernen und die
triebkräftigen, ziemlich waagerecht und flach in die Erde einzubetten.
Zwiebelpflanzen von herbstblühenden Arten
wie Herbstzeitlose, Herbstkrokus, Sternbergien sind einzupflanzen. Traubenhyazinthen,
Goldlauch und andere frühsommerblühende Kleinblumenzwiebeln lassen sich durch Teilung
der Zwiebelklumpen vermehren. Nach der Teilung sollten diese unverzüglich wieder
eingepflanzt werden.
Auch ist bereits an das nächste Blütenjahr zu denken. Denn schon jetzt ist
Pflanzzeit für die ersten Stauden, die im Frühling und Frühsommer blühen, für
Schwertlilien, Pfingstrosen, Steppenkerze und für einige Knollengewächse, die bereits in
diesen Wochen in die Erde können. Tulpen und Narzissen folgen 4 bis 6 Wochen später.
Allerlei Polsterstauden können durch Stecklinge vermehrt werden und viele andere, die
sich als Bodendecker eignen, lassen sich gut teilen. Zuvor müssen die Pflanzplätze
reichlich mit Humus vorbereitet und nach dem Pflanzen ausreichend feucht gehalten werden.
Dank der Containerpflanzen kann auch heute der Sommer zum
Pflanzen genutzt werden. Denn die Pflanzen stehen in einem blumentopfähnlichen Behälter
aus Kunststoff oder Folie und sowohl die Wurzeln als auch die Erde der Pflanze sind fest
komprimiert. Sträucher, Bäume und Stauden können dadurch jederzeit gepflanzt werden,
und ein sofortiges Weiterwachsen der Pflanzen ist möglich, da die Wurzeln unbeschädigt
bleiben.
Vor dem Pflanzen sind die Container solange zu wässern, bis keine Luftbläschen mehr
aufsteigen. Danach wird der Container oder die Folie entfernt, der Wurzelballen durch
Klopfen gelockert und die Pflanze herausgenommen.
Der Boden sollte vor der Pflanzung durch Torfbeigaben und organischen Dünger verbessert
werden. Die Pflanze selbst ist etwa 5 cm tief unter die Erdoberfläche zu setzen und mit
Erde zu bedecken, dabei muss für ein ausreichend großer Gießrand gesorgt werden.
Auch die im Frühjahr gepflanzten Gehölze benötigen bei
den sommerlichen Temperaturen viel Wasser, da ihr Wurzelwerk noch nicht so tief in den
Boden reicht.
Wenn noch nicht im Juni geschehen, sind jetzt
laubabwerfende Hecken zu schneiden. Jede Hecke erhält nach dem Schnitt ein
Nährstoffnachschub.
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