| Die Obstbäume reagieren in den Sommermonaten
besonders empfindlich auf mangelnde Bodenpflege. Bei Trockenheit ist unbedingt zu wässern
und der Boden sollte genügend durchlüftet werden. Noch besser ist ein Mulchen, dadurch
werden ideale Wachstumsbedingungen geschaffen. Oft ist es ein Problem, den Rasenschnitt
unterzubringen. Dies lässt sich dadurch lösen, indem er ihn als Mulchdecke verwendet
wird, somit bleibt der Boden unter den Obstbäumen locker und feucht. Bei den Kernobstbäume ist der Fruchtbehang auszudünnen, möglichst
noch vor Johanni und dem damit verbundenen, natürlichen Fruchtfall. Auch die Pfirsiche
können noch ausgedünnt werden. Sollten sich an Kirschbäumen die Spitzendürre zeigen,
müssen die befallenen Triebe bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden.
Kiwipflanzen werden ebenfalls mit Schnitt in Zaum gehalten.
Stachelbeersträucher sind häufiger auf einen Befall der Stachelbeerblattwespe zu
kontrollieren.
Im Beerengarten setzt die Haupternte der Erdbeeren ein.
Auch sie können, solange die Ernte noch läuft, durch die an den Ausläufern sich
bildenden Jungpflanzen vermehrt werden. Die Früchte müssen vorsichtig geerntet werden.
Mit den Nägeln von Daumen und Zeigefinger werden sie etwa 1 cm über dem Kelch abgeknipst
und vorsichtig in eine Gefäß gelegt.
Besonders günstig ist die Ernte am frühen Morgen, wenn die Früchte frisch und noch
nicht erwärmt sind. Erdbeeren sollten nur im trockenen Zustand geerntete werden, sind sie
dagegen feucht, dann sind sie schnellstens zu verwerten. Früchte, die nicht sofort
verbraucht werden sind kühl zu lagern. Sie sind ohne wesentlichen Einbußen an Frische
und Aroma etwa zwei Tage bei Temperaturen zwischen 2 und 5 °C haltbar |