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Staudengarten Sobald die Erde warm genug ist, kann mit dem Pflanzen der Stauden
begonnen werden. Für die Frühjahrspflanzung spricht, dass die Pflanzen, die alle noch
keinen stärkeren Austrieb haben, sofort zu wachsen beginnen und in ihrem natürlichen
Wachstumsrhythmus nicht gestört werden. |
| Das Frühjahr ist außerdem die beste
Pflanzzeit für ausdauernde Farne und staudige Ziergräser. Gräser lieben allgemein
sonnige Standorte und leichtere, sandig-lehmige Erde, Farne dagegen eher halb schattige
Plätze und frische, humose Erde. Aber es geht nicht
nur um die Neupflanzungen, sondern auch um die Möglichkeit, bereits vorhandene Stauden
durch Teilung zu vermehren. Die Teilung sorgt auch dafür, dass ältere Exemplare, die mit
der Blühleistung nachzulassen beginnen, wieder kräftig treiben und bald erneut in voller
Blüte stehen.
Außerdem werden sommerblühende Zweijahrsblumen wie
Fingerhut, Nachtkerzen, Bartnelken und dergleichen vom Anzuchtbeet an den endgültigen
Standort verpflanzt. Canna, Dahlien, Knollenbegonien blühen eher, wenn die Knollen nun
eingetopft und im Gewächshaus oder Frühbeet angetrieben werden.
Ist die Erde bereits ausreichend erwärmt, können härtere
Einjahrsblumen wie Kornblumen, Mohn, Ringelblumen, Rittersporn, Schleifenblume und
dergleichen im Garten oder auf dem Balkon ausgesät werden. Allerdings ist auf die
Bodenwärme zu achten, denn bei weniger als 5° C hat eine Aussaat wenig Sinn, da die
Samen im Boden liegen ohne zu keimen.
Bei der Freilandaussaat ist ist eine sorgfältige
Vorbereitung des Saatbeetes wichtig, denn je lockerere und luftiger der Boden ist, um so
rascher erwärmt sich die Erde und und die Samen beginnen schneller zu keimen.
Die Aussaat erfolgt in Reihen von 15 - 20 cm Abstand. Je feiner der Samen ist, desto
flacher sollte gesät werden. Der Samen ist danach mit einer feinen Erdschicht zu bedecken
und leicht anzudrücken. Sobald die Sämlinge das Keimblattstadium erreicht haben, sind
sie auf einen Abstand von 4 - 5 cm und mit fortschreitender Entwicklung - je nach Größe-
weiter zu vereinzeln.
Zur gleichen Zeit beginnt die Anzucht von Einjahrsblumen,
die im Frühbeet oder Kleingewächshaus vorkultiviert werden. Größere Samen sät man der
Einfachheit halber gleich in kleine Töpfe, damit man sich somit den Pikiervorgang spart.
Für feinere Sämereien empfehlen sich Saatschalen, sät darin dünn aus und pikiert,
sobald die kleinen Sämlinge zu fassen sind. Dabei ist ausreichend Platz für das Wachstum
der jungen Pflanzen während der gesamten Anzuchtzeit wichtig. Reichlich Licht und
gebremste Wärme sind weitere Voraussetzungen für eine kerngesunde Entwicklung.
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