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Pflanzen
Pflanzenpflege - Jahresplan

       

      
Juli
   
      
Ziergarten
Im Juli haben Pflegearbeiten mal Vorrang vor dem Pflanzen. Sie konsequent durchzuführen, sichert das Wohlbefinden der Gewächse. Man stützt höher werdende Stauden rechtzeitig, bevor sie auseinander fallen. Wenn noch nicht im Juni geschehen, ist es Zeit, laubabwerfende Hecken zu schneiden. Jeder Hecke bekommt ein Nährstoffnachschub nach dem Schnitt.
Abgeblühte Blütenstiele
Bei Rosen, Stauden und großblütigen Sommerblumen ist alles Verblühte laufend zu entfernen. Auch an den Rhododendren und am Flieder sind Samenansätze zu finden, die entfernt werden müssen. Stauden die zweimal blühen, wie Rittersporn und Trollblumen, werden sofort nach der Blüte abgeschnitten. Der Boden ist zu lockern und die Stauden an heißen Tagen mit Wasser zu versorgen, aber nicht mehr zu düngen.
Containerpflanzen
Früher wurde nur im Frühjahr und im Herbst gepflanzt, auch heute ist der Sommer noch als Pflanzzeit verboten, wenn es um Gehölze ohne feste Wurzelballen geht. Es sei denn, die Pflanzen stehen in einem Container, d.h.  in einem blumentopfähnlichen Behälter aus Kunststoff oder Folie sind sowohl die Wurzeln als auch die Erde der Pflanze fest komprimiert. Sträucher, Bäume und Stauden können dadurch jederzeit gepflanzt werden, und ein sofortiges Weiterwachsen der Pflanzen ist möglich, da die Wurzeln unbeschädigt bleiben.
Vor dem Pflanzen sind die Container solange zu wässern, bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen. Danach wird der Container oder die Folie entfernt, der Wurzelballen durch Klopfen gelockert und die Pflanze herausgenommen.
Der Boden sollte vor der Pflanzung durch Torfbeigaben und organischen Dünger verbessert werden. Die Pflanze selbst sollte etwa 5 cm tief unter der Erdoberfläche sitzen und mit Erde bedeckt werden, dabei ist für ein Gießrand zu sorgen.
Einige im Mai/Juni blühende Sträucher macht ein Auslichten wieder blühfreudiger. Andere werden durch Stecklinge vermehrt: Dazu entblättert man einen jungen Trieb, biegt ihn zur Erde und legt ihn dort in eine etwa zehn Zentimeter tiefe Rille. Dort hält man ihn mit Haken fest, füllt die Rille mit einem Gemisch aus halb torfhaltigem Kompost, halb grobem Sand, und sorgt dafür, dass dieses immer gut feucht bleibt.
Stauden
Zwiebelpflanzen von herbstblühenden Arten wie Herbstzeitlose, Herbstkrokus, Sternbergien sind einzupflanzen. Traubenhyazinthen, Goldlauch und andere frühsommerblühende Kleinblumenzwiebeln lassen sich durch Teilung der Zwiebelklumpen vermehren. Nach der Teilung sollten diese unverzüglich wieder eingepflanzt werden.
Erfahrene Hobbygärtner denken bereits an das nächste Blütenjahr. Denn schon jetzt ist  Pflanzzeit für die ersten Stauden, die im Frühling und Frühsommer blühen, für Schwertlilien, Pfingstrosen, Steppenkerze und für einige Knollengewächse, die bereits in diesen Wochen in die Erde können. Tulpen und Narzissen folgen 4 bis 6 Wochen später. Allerlei Polsterstauden können durch Stecklinge vermehrt werden - angefangen von Aubrieta Blaukissen bis Veronica Ehrenpreis. Verschiedene Stauden, die sich als Bodendecke eignen, lassen sich gut teilen, etwa Waldsteinie Waldsteinia geoides, Schaumblüte Tiarella und niedrige Storchschnäbel Geranium. Zuvor müssen die Pflanzplätze mit reichlich Humus vorbereitet und nach dem Pflanzen ausreichend feucht gehalten werden. Bei großer Hitze ist es eventuell ratsam, mit Vlies etwas Sonnen- und Verdunstungsschutz zu geben.
Weitere Arbeiten
Auch Anfang Juli können noch "Zweijährige", wie Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht, Goldlack und andere ausgesät werden.
Es ist darauf zu achten, dass die im Frühjahr gepflanzten Gehölze, Hecken und Rosen   bei den sommerlichen Temperaturen viel Wasser benötigen, da ihr Wurzelwerk noch nicht so tief in den Boden reicht.
Auf Krankheiten bei Rosen achten und bereits bei den ersten Anzeichen bekämpfen.
 
Rasen
Der Rasen ist bei lang anhaltender Trockenheit durchdringend zu wässern, so dass auch die tieferliegenden Wurzeln ausreichend mit Wasser versorgt werden.
In der Mittagshitze sollte möglichst nicht gewässert werden, um den Verdunstungsverlust zu vermeiden.
Im Sommer genügt je nach Wachstumsstand, alle 8 - 10 Tage ein Schnitt. Dadurch wird das schnelle und allzu starke Austrocknen des Bodens vermieden. Geschnitten wird, wenn die Blattspitzen etwa 8 cm hoch sind. Die Häufigkeit des Schnittes ist auch von dem Ernährungszustand des Rasens abhängig.
Nach Möglichkeit sollte nach dem Mähen bei trockenem Wetter gründlich gewässert werden, damit sich der Rasen schneller regenerieren kann. Nährstoffmangel, der sich an einer leichten Gelbfärbung der Rasengräser bemerkbar macht, sollte durch entsprechende Düngergaben beseitigt werden. Die Verwendung eines Spezialdüngers ist zu empfehlen, da er die Nährstoffe in der richtigen Dosierung enthält.
Trockenes Wetter nutzt man zum Mähen von Blumenwiesen oder extensiven Grünflächen. Das Mähgut sollte an Ort und Stelle trocknen, damit Kräutersamen ausfallen und die Flächen noch bunter werden.
Gemüsegarten
Außer der Ernte vom Gemüse ist auch deren Pflege nicht zu vernachlässigen. Die Beete sind zu hacken und unkrautfrei zu halten, die Tomaten aufzubinden, regelmäßig auszugeizen und alle zwei Wochen flüssig zu düngen. Die Bohnen sind anzuhäufeln und ständig durchzupflücken, auch die 'Schoten' der Erbsen sind rechtzeitig zu ernten.
Für die Ernte der einzelnen Gemüsesorten empfehlen sich folgende Erntezeiten:
Blattgemüse am Abend schneiden oder ziehen, Knollen und Wurzeln sind dagegen besser erst am Morgen zu ernten
Auch kommt es darauf an, Gemüsearten zur Nachkultur termingerecht auszusäen. In der ersten Julihälfte werden Buschbohnen, Möhren und Rote Beete ausgesät, und die Samen von Herbst- und Winterrettichen, Speiserüben, Zichoriensalat, Radicchio, Pak Choi, Chinakohl sowie Knollenfenchel in die Erde gesetzt. Alle im Juli zu säenden oder pflanzenden Gemüsearten sind raschwüchsig, brauchen also ausreichend Wasser und Nährstoffe. Folgt eine Gründüngungspflanze als Nachkultur wie etwa Phacelia, Buchweizen oder Erdklee, kann man auf Nährstoffgaben verzichten.
Obstgarten
Obsternte
Von den Süßkirschen hängen nur noch die die späten Sorten an den Bäumen. Die hellen Sauerkirschen reifen nun heran und gegen Monatsende beginnt die Erntezeit der Schattenmorellen.
Bis Mitte Juli kann man die Johannisbeeren am Strauch hängen lassen, um so gehaltvoller im Geschmack werden sie. Begrenzt gilt dies auch für Stachelbeeren.
Die Obsternte von Pfirsichen, Aprikosen, Birnen und Äpfeln sollte nicht vor der Vollreife der Früchte erfolgen, denn zu früh gepflückten Früchten fehlt es an Farbe, Zucker und fruchtiger Säure.
Sommerschnitt der Obstgehölze
Die Schattenmorellen müssen nach der Ernte an den Langtrieben eingekürzt werden. Auch bei den anderen Obstgehölzen sind die Konkurrenztriebe zu entfernen und die Wasserschosse sollten weggeschnitten werden. Von Ende Juli bis Mitte September sind die abgeernteten Obstbäume zu schneiden und zwar verheilen die Wunden jetzt besser als nach einem Winterschnitt.
Nach der Ernte der Beerensträucher, wie Johannisbeere, Himbeere und Stachelbeeren, sollten alle alten und kreuzenden Triebe herausgeschnitten werden, damit Licht und Luft an die Zweige herankommt. Außerdem geht nicht unnötig viel Kraft in überflüssige Triebe. Die Stämme von Apfel- und Birnbäumen sind mit Fanggürteln zu versehen, um Apfelwickler-Raupen daran zu hindern, an den Stämmen hochzuklettern und sich unter Borkenschuppen zu verpuppen.
Erdbeeren
Ist die Erdbeerernte beendet, so ist das Unkraut von den Beeten zu entfernen und der Boden oberflächlich zu lockern. Bleibt die Pflanzung jedoch noch ein Jahr stehen, dann müssen solche Sorten nach dem ersten Ernteschub Nährstoffe in Form eines rasch wirkenden Volldüngers erhalten - zur Kräftigung für die zweite Ernte und zur Bildung von Blütenknospenanlagen für das Folgejahr. Zuvor ist die Erde zwischen den Reihen zu lockern und die Ausläufer sind zu entfernen.
         
Balkon- und Kübelpflanzen
An heißen Tagen sind die Balkon- und Kübelpflanzen zweimal zu gießen und zwar morgens und abends. Auch mit einem Spezialdünger müssen die Pflanzen versorgt werden . Vor der Düngung müssen die Pflanzen gegossen werden. Die abgeblühten Blütenstände sind immer sorgfältig zu entfernen um die Pflanze nicht unnötig zu schwächen.
Hochstämmchen
Im Sommer brauchen sie viel Wasser und von Juni bis August jede Woche reichlich Dünger. Etwa doppelt soviel wie Balkonpflanzen, da sie in relativ kleinen Gefäßen stehen.
Von Fuchsien, Geranien, Oleander und anderen Kübelpflanzen kann man Stecklinge schneiden. Diese sind mit Sicherheit gern gesehene Mitbringsel beim Besuch anderer Garten- oder Balkonliebhaber.
Geräte
Schlauchanschlüsse und Kupplungssysteme oder Wassersteckarmaturen erleichtern heute die Bewässerung eines Gartens erheblich. Auch Regner, die einfach anzuschließen sind ersparen viel Zeit und sorgen für eine sprühnebelartige Wasserversorgung, was die Pflanzen sehr zu schätzen wissen.
Im Handel werden Rund- und Viereckregner, Hochregner, Großflächenregner und Dreharmregner angeboten. Mit Sektorenregnern lassen sich kleine bis größere Kreisausschnitte beregnen und Gartenteile aussparen, die nicht nass werden sollen.
Mit Wasserzeitschaltuhren lässt sich die Beregung automatisch regulieren. Nach vorprogrammierter Zeit schaltet sie die Wasserzufuhr ein und auch wieder ab

Gartenjahr

            

 

 

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