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| Pflanzen |
| Pflanzenpflege |
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März |
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| Ziergarten |
Ende März beginnt der Frühjahrsputz und die
Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf. In den Wochen zwischen Winter und Frühling kann man
den Winterschutz entfernen, aber nicht zu früh. Es ist ratsam nicht alles Reisig gleich
zu entfernen, sondern einen Teil noch in Griffnähe liegen zu lassen, um einige besonders
empfindliche Pflanzen bei Nachtfrostgefahr rasch bedecken zu können. Sobald die Rosen zu
treiben beginnen muss der Winterschutz weggenommen werden. Die welken Halme der
Ziergräser und die Rosen sind zurückzuschneiden. Besonders wichtig ist es, hochgefrorene
Stauden in die Erde zu drücken. Dies ist oft bei Polsterstauden der Fall, dabei genügen
einige Tritte, dass die Wurzeln wieder fest sitzen.
Gehölze pflanzen
Wenn der Boden frostfrei ist, kann alles in die Erde, was im Sommer wachsen und
eventuell auch blühen soll. Für alle Gehölze, Stauden und Rosen beginnt jetzt wieder
die Pflanzzeit. Dabei sollte man den Boden zwei Spaten tief umgraben und die ausgehobene
Erde mit organischem Dünger, Torf oder Kompost vermischen. Die Tiefe des Pflanzloches
errechnet sich aus der Höhe des Wurzelballens oder Wurzelwerkes plus 20 cm. Als Breite
nimmt man einfach den doppelten Umfang der Wurzeln. |

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| Vor dem Pflanzen, Töpfe und
Folien entfernen, Ballentuch nur aufschneiden |
Die Pflanzgrube sollte geräumig
sein. Höhe der Wurzeln plus 20 cm |
Abgeknickte und beschädigte
Wurzeln abschneiden, allzu lange um ein Drittel ihrer Länge einkürzen |
| Nach dem Einsetzen sollten die Pflanzen
kräftig geschüttelt werden, um die Erde rund um die Wurzeln gut zu verteilen. Für die
notwendige Standfestigkeit werden sie festgetreten und erhalten somit gleichzeitig eine
Gießmulde. Denn in den ersten Wochen muss unbedingt gewässert werden. |
Frühjahrsfröste
Sie schaden Gehölzen und Stauden nicht, denn sie sind keine Geranien oder
Fuchsien, die erst nach den Eisheiligen ins Freie dürfen. Gehölze können problemlos
noch im Mai gepflanzt werden, da sie entweder mit festverschnürtem Wurzelballen oder in
Containern erhältlich sind. Nach der Pflanzung sind sie tüchtig zu gießen, auch wenn es
regnet oder man glaubt, dass der Boden bereits feucht genug sei. |
Stauden
Sobald die Erde warm genug ist, kann man Stauden pflanzen. Von März bis Mai
kommen alle Frühjahrsblüher in die Erde. Für die Frühjahrspflanzung spricht, dass die
Pflanzen, die alle noch keinen stärkeren Austrieb haben, sofort zu wachsen beginnen und
in ihrem natürlichen Wachstumsrhythmus nicht gestört werden. Aber es geht nicht nur um
die Neupflanzungen, sondern auch um die Möglichkeit, bereits vorhandene Stauden durch
Teilung zu vermehren. Die Teilung sorgt dann auch gleich dafür, dass ältere Exemplare,
die mit der Blühleistung nachzulassen beginnen, wieder kräftig durchtreiben und bald
erneut in voller Blüte stehen.
Staudenanzuchten aus Wintersaaten wachsen im Frühbeet derzeit zügig voran, einige
Stauden lassen sich jetzt auch gut aussäen. Außerdem verpflanzt man sommerblühende
Zweijahrsblumen wie Fingerhut, Nachtkerzen, Bartnelken und dergleichen vom Anzuchtbeet an
den endgültigen Standort. Canna, Dahlien, Knollenbegonien blühen eher, wenn die Knollen
nun eingetopft und im Gewächshaus oder Frühbeet angetrieben werden. Das Frühjahr ist
außerdem die beste Pflanzzeit für ausdauernde Farne und staudige Ziergräser. Gräser
lieben allgemein sonnige Standorte und leichtere, sandig-lehmige Erde, Farne dagegen eher
halb schattige Plätze und frische, humose Erde. |
Einjährige Blumen
Gegen Monatsende kann man mit der Aussaat im Freiland beginnen. Zur Aussaat
kommen unempfindliche Einjahresblumen wie Kornblumen, Mohn, Ringelblumen, Rittersporn,
Schleifenblume und dergleichen, die keine Anzucht am Zimmerfenster oder im
Kleingewächshaus erfordern. Allerdings ist auf die Bodenwärme zu achten, denn bei
weniger als 5° C hat eine Aussaat wenig Sinn, denn die Samen liegen im Boden, ohne zu
keimen.
Bei der Freilandaussaat ist ist eine sorgfältige Vorbereitung des Saatbeetes wichtig,
denn je lockerere und luftiger der Boden ist, um so rascher erwärmt sich die Erde und und
die Samen beginnen schneller zu keimen.
Die Aussaat erfolgt in Reihen von 15 - 20 cm Abstand. Je feiner der Samen ist, desto
flacher sollte gesät werden. Der Samen ist danach mit einer feinen Erdschicht zu bedecken
und leicht anzudrücken. Sobald die die Sämlinge das Keimblattstadium erreicht haben,
sind diese auf einen Abstand von von 4 - 5 cm zu vereinzeln. Mit fortschreitender
Entwicklung, sind die Pflanzen je nach Größe weiter zu vereinzeln.
Zur gleichen Zeit beginnt die Anzucht von Einjahrsblumen, die im Frühbeet oder
Kleingewächshaus - notfalls auch auf der Fensterbank - vorkultiviert werden. Größere
Samen sät man der Einfachheit halber gleich in kleine Töpfe, damit man sich somit den
Pikiervorgang spart. Für feinere Sämereien nimmt man Saatschalen, sät dünn aus und
pikiert, sobald die kleinen Sämlinge zu fassen sind. Dabei ist ausreichend Platz während
der gesamten Anzuchtzeit wichtig, damit die jungen Pflanzen gedrungen wachsen können.
Reichlich Licht und gebremste Wärme sind weitere Voraussetzungen für eine kerngesunde
Entwicklung. |
Blumenbeete düngen
Staudenbeete, Blütensträucher und Nadelgehölze erhalten als Nährstoffgaben
-Spezialdünger-, der auf die jeweiligen Pflanzen abgestimmt ist. Bestehende Pflanzungen
versorgt man mit mehreren Nährstoffgaben von je 50g/qm im März/April und im Mai/Juni,
wenn ein starkes Wachstum erwünscht wird. |
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| Rasen |
Der Rasen sollte von angewehten Blättern
befreit werden, damit keine schmierigen Stellen darunter entstehen. Bei trockener
Witterung ist ein flacher Rasenschnitt empfehlenswert, der die oberen Spitzen der Gräser
abschneidet. Wirkungsvoll ist auch, wenn er jetzt vertikutiert, gesandet und gedüngt
wird. Vorhandene Rasenflächen tendieren nach dem Gebrauch stickstoffbetonter
Spezialdünger offenbar zunehmend zu Kalium- und Magnesiummangel, was bei der Düngung
berücksichtigt werden sollte. Daher ist es besser gelegentlich, statt des Spezialdüngers
einen der üblichen Volldünger zu nehmen.
Mit Moos bedeckte Stellen sind mit einem speziellen Moosvernichter zu behandeln. Bei
größeren Flächen empfiehlt es sich einen Rasenspezialdünger mit Moosvernichter zu
verwenden. |
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| Gemüsegarten |
Im Gemüsegarten beginnt jetzt die Hochsaison.
Hier wird gesät und schon gepflanzt. Als Samen kommen Kresse, Stielmus, Möhren,
Petersilie, Rettich, Zwiebeln, Schwarzwurzeln, Radieschen, Spinat, Erbsen und Schnittsalat
in die Erde. Auch Gewürzkräuter können jetzt ausgesät werden. Das Beet eignet sich
außerdem zum Vorkeimen von Frühkartoffeln und Dicken Bohnen, zu Pflanzen sind Kohlrabi
und Kopfsalat. Bei recht schwerem Boden, der sich langsam erwärmt, ist die Kultur von
Steckzwiebeln oder Schalotten günstiger. Auch Knoblauchzehen können gesteckt werden.
Ohne Nährstoffe können sich die Pflanzen nicht optimal entwickeln. Die notwendigen
Dünger sind in wohldosierter Form zu verabreichen.
Gegen kühle Witterung schützen am besten Folientunnel, doch auch Vlies- und
Schlitzfolienabdeckungen machen Sinn.
Die Sonne hat jetzt schon mächtig kraft. Daher ist aufzupassen, dass es im Beet nicht zu
warm wird oder umgekehrt bei geöffneten Fenstern nicht zu sehr abkühlt. |
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| Obstgarten |
Nachdem im Februar die Beerensträucher
ausgelichtet wurden, kommen nun Apfel- und Birnbäume an die Reihe. Zu dicht gewordenen
Kronen sind jetzt auszulichten. Dabei ist es besser eine ganze Astpartie zu entfernen als
viele Zweige mittlerer Stärke, die dann mit ihren vielen Schnittstellen jedesmal wieder
behandelt und abgedichtet werden müssen. Weitere Schnittmaßnahmen sind ein
Fruchtholzschnitt bei Pfirsichbäumen, da jetzt wahre und falsche Fruchttriebe gut zu
unterscheiden sind. Das Weinspalier muss geschnitten werden. Obstgehölze, die im Vorjahr
reich trugen, werden gedüngt, Rhabarber zu früherer Ernte angetrieben und Erdbeeren
gepflanzt, falls dazu im Spätsommer keine Gelegenheit war.
So früh wie möglich sind Obstgehölze zu pflanzen, denn die stehen kurz vor dem
Austrieb, und damit steigt der Wasserbedarf von Sträuchern und Bäumen beträchtlich. Die
Gehölze können jedoch erst in vollem Umfang Wasser aufnehmen, wenn sich die Wurzeln
genügend entwickelt haben. Auch ein vieles Gießen nützt nichts - es ist möglicherweise
sogar schädlich, wenn sich die Feuchtigkeit in recht lehmiger Erde staut. Es empfiehlt
sich, nicht nur die Erde im Bereich der Baumscheibe mit organischem Material abzudecken,
sie sollte auch den ganzen Sommer über erhalten bleiben, um sie im Herbst zu erneuern. |
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| Balkon- und
Kübelpflanzen |
Die eigentliche Pflanzzeit auf Balkon und
Terrasse beginnt erst nach den Eisheiligen. Weniger empfindlich gegen Frost sind die
bunten Stiefmütterchen, die Tausendschön und die Vergissmeinnicht, die das Blühen auf
dem Balkon verlängern.
Am schönsten aber sind die Frühlingsprimeln, die es jetzt in voller Blüte zu kaufen
gibt, denn sie besitzen eine immense Leuchtkraft. Sie gibt es in vielen Farben mit
zahlreichen Knospen und mit festen Wurzelballen, so dass sie nach dem Einpflanzen
gleich weiterwachsen und -blühen können. Mehrjährige Balkon- und Terrassenpflanzen, die
drinnen überwintert haben, sind jetzt wieder umzutopfen, wärmer und heller zu stellen,
und regelmäßig zu gießen. |
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| Geräte, Werkzeuge,
Zubehör |
Vertikutiergeräte sind für die Rasenpflege
unentbehrlich, denn Luft und Wasser müssen an die Rasenwurzeln.
Mit einem Vertikutierrechen, können vertrocknete Gräser genauso entfernt werden wie
Moos, breitblättrige Unkräuter und Pilze, so dass der Rasen wieder Grün und gesund
wird.
Für größere Flächen empfehlen sich Vertikutierroller oder motorbetriebene Geräte, bei
denen der Kraftaufwand geringer ist. |
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Gartenjahr |
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