| Generell hängt der Erntetermin von
verschiedenen Faktoren wie Witterungsverlauf während der Wachstums- und Reifeperiode, von
Standort, Aussaatzeit, Sorteneigenschaften und den verschiedenen Kulturmaßnahmen ab. Den richtigen Erntezeitpunkt zu erkennen bedarf es genauer Erkennung
und einiger Erfahrung. Weniger problematisch ist es bei oberirdisch wachsendem Gemüse,
hier zeigt die Färbung oder auch die Kostprobe den Reifegrad an. Dagegen ist bei
Wurzelgemüse wie Möhren oder Radieschen der Reifegrad an einer herausgezogenen Pflanze
zu testen.
Nachwachsendes Gemüse steht über längere Zeit frisch zur
Verfügung. Geerntet werden Sämlinge, halbreife oder reife Pflanzen. Das hat den Vorteil,
dass nicht nur zuviel Gemüse zur gleichen Zeit anfällt und verarbeitet werden muss,
sondern durch die Ernte auch das Nachwachsen der verbliebenen Teile, oder ein neuer
Fruchtansatz gefördert wird. Sämlinge werden etwa 2 cm über dem Boden geschnitten,
sobald sie 5 - 10 cm hoch sind. Einige halbreife oder reife Gemüse und Salatarten wachsen
nach, wenn sie 2,5 - 5 cm über dem Boden abgeschnitten werden, dann produzieren sie nach
einigen Wochen wieder Blätter.
Soll voll ausgereiftes, wohlschmeckendes Gemüse geerntet
und die Nitratbelastung vermieden werden, dann ist mindestens vier Wochen vor der Ernte
jegliche Düngung einzustellen, nur so können die Nährstoffe vollkommen aufgebraucht
werden. Allerdings lässt sich der Nitratgehalt von Gemüsen durch Wässern, Blanchieren,
Dämpfen und Kochen senken, da sich Nitrate nämlich auswaschen lassen. |
|