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Gartenbereiche
Hügelbeet

      

Ein Hügelbeet ist ideal für Nutzgärten auf kleinen Grundstücken. Denn es bietet die Möglichkeit aus einer kleinen Grundfläche eine größere Pflanzfläche zu machen. Durch das vergrößerte Erdvolumen des gewölbten Beetes ergibt sich eine Anbaufläche, die größer ist als bei einem flachen Beet von gleicher Grundfläche.
       
 
 
Darüber hinaus ermöglicht der günstige Einfallswinkel der Sonnenstrahlen eine bessere Erwärmung des Bodens, und zusätzliche Erwärmung entsteht durch die Verrottung des eingebrachten Materials im Inneren des Beetes. Einerseits sind das optimale Voraussetzungen für den Gemüseanbau, andererseits wurde allerdings beobachtet, dass durch die starke Zersetzung des organischen Materials sehr viel Stickstoff frei wird, der unter Umständen zu einer Nitratanreicherung bei Gemüsearten wie Spinat und Kopfsalat führen kann.

Die Anlage des Hügelbeetes sollte am besten an einer sonnigen Stelle in Nord-Südrichtung ausgerichtet sein mit einer Sohlenfläche von 1,50 m Breite und einer Länge ab 2 m.

Zunächst ist die Humusschicht auf Spatentiefe auszuheben. Anschließend wird die ausgehobene Grube mit einem feinmaschigem Draht ausgelegt, um Wühlmäuse und andere Kleintiere fern zu halten. Als unterste Schicht, wird grobes Material wie  zerkleinerte Äste, Schnittgut von Gehölzen und Hecken eingebracht. Das Material wird etwa 40 bis 50 cm aufgeschüttet. Darüber kommt eine 15 cm dicke Schicht aus Rasensonden mit dem Gras nach unten darauf, ersatzweise Strohhäcksel, Gartenerde oder Grasabfall.

Es folgt nun eine etwa 30 cm hohe Schicht aus feuchtem Laub. Darauf  kommt eine etwa 20 cm starke Lage aus frischem, noch nicht verrottetem Grobkompost. Zum Schluss wird das Hügelbeet etwa 20 cm hoch abgedeckt aus einem Gemisch von guter Gartenerde, verrottetem Kompost, vermengt mit dem ausgehobenen Humus. Zum Schluss wird das Beet an beiden Enden abgerundet.
Bester Zeitpunkt für die Anlage eines solchen Beetes ist der zeitige Herbst. Dadurch hat das Beet ausreichend Zeit, sich bis zum nächsten Frühjahr zu setzen und kann dann ohne weitere Vorbereitung sofort bepflanzt werden.

In den beiden ersten Jahren ist das Hügelbeet ein typisches Starkzehrbeet und verlangt daher die Kultur von Gemüse wie Tomaten, Kohl, Sellerie, Lauch und Gurken. Hohe Gewächse wie Tomaten und Gurken stehen dabei am besten auf dem Rücken des Beetes. Die anderen Gemüsearten werden nach Größe gestaffelt und rings um den ganzen Hügel gesetzt.

Ab dem dritten Jahr kommen vorwiegend Erbsen, Grünkohl, Schwarzwurzeln, Möhren, Radieschen und Rettich auf das Beet. Die folgenden Jahre werden vorwiegend Schwachzehrer wie Spinat und Salat gepflanzt, da für sie jetzt nicht mehr die Gefahr der Überdüngung besteht.

Insgesamt kann ein Hügelbeet etwa fünf bis sechs Jahre bearbeitet werden. Dann ist aus dem aufgeschichteten organischen Material eine etwa 30 cm hohe Humusschicht geworden.

Gemüsegarten

  

 

 

 

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