| Gemüsegarten |
| Meerrettich Armoracia rusticana |
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Der aus Südosteuropa und Westasien stammende
Meerrettich gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist eine mehrjährige krautige
Pflanze. |
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| Die Pflanze bildet im ersten Jahr eine
kräftige vielköpfige Wurzel. Aus den Wurzeln entwickelt sich eine Blattrosette mit
langgestielten, ungeteilten, leicht gewellten und gekerbten Blättern. Die als Stangen
bezeichnete Wurzeln werden im erwerbsmäßigen Anbau nur einjährig kultiviert und zum
Verzehr genutzt. Die Stangen sind außen braun, innen weiß bis weißgelb und sehr fest. Meerrettich liebt einen sonnig bis halbschattigen Standort, einen
nährstoffreichen, tiefgründig gelockerten Boden, der über ein gutes Wasserangebot
verfügen sollte.
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| Aussaat und Pflanzung Meerrettich wird über Wurzelstecklinge, die sogenannten Fechser
vermehrt. Vor dem Pflanzen Mitte März bis Mitte April werden die etwa 30 cm langen
fingerdicken Fechser so tief schräg in die Erde gelegt, dass das obere Ende etwa 1 cm mit
Erde bedeckt ist. Als Reihenabstand sind 80 cm, in der Reihe 30 cm üblich. Damit Ober-
und Unterseite beim Pflanzen nicht verwechselt werden, ist das Kopfende gerade und das
untere Ende schräg abzuschneiden. Auch sind mit Ausnahme der oberen und unteren 3 cm
sämtliche Seitenwurzeln und Knospen mit einem Tuch abzureiben, damit sich dort keine
Austriebe bilden.
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| Pflege Der Fechser ist bis zum Einwurzeln vor allem bei Trockenheit
ausreichend zu wässern und der Boden gut zu lockern. Ende Mai bis Mitte Juni -bei etwa 8
bis 10 cm langen Austrieben- sind die Köpfe aller Fechser freizulegen und die Seitenhiebe
bis auf den Stärksten auszubrechen, damit keine die Qualität beeinträchtigenden
mehrköpfigen Stangen entstehen. Danach sind die Fechser wieder mit Erde zu bedecken
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| Schädlinge und Krankheiten Erdflöhe, Blattkäfer, Kohlfliegen, Kohlmotten;
Viruskrankheiten, Meerrettichschwärze, Weißer Rost;
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| Ernte Geerntet werden die Stangen bevorzugt von September bis April,
solange der Boden offen ist. Zu früh geerntete Stangen schmecken nach längerer Lagerzeit
häufig bitter. Bei der Ernte sollten möglichst wenig Wurzelreste im Boden verbleiben,
damit im Frühjahr nicht zu viele Meerrettichpflanzen neu austreiben. Nach der Ernte sind
Blattreste sowie Fechser zu entfernen und die Stangen zu putzen.
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| Verwertung Frisch gerieben zu pikanten Saucen und Fleischgerichten, oder in
Scheiben geschnitten, zu eingelegte Gurken und Rote Bete. |
| Sorten Unterscheidbare Sorten wie bei anderen Gemüsearten gibt es nicht. |
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