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Gemüsegarten
Rosenkohl Brassica oleracea

 



Rosenkohl, eine zweijährige Pflanze, die einjährig kultiviert wird, zählt zum begehrtesten Gemüse in den Wintermonaten.


Rosenkohl erreicht eine Höhe von 50 - 100 cm mit einer Ausbreitung bis zu 50 cm. An den hohen Strünken mit großen gestielte, dunkelgrünen Blättern entwickeln sich in den Blattachseln die Knospen, die kleinen Kohlköpfen ähneln. Er eignet sich für ein gemäßigtes Klima und einige winterharten Sorten vertragen frostige Temperaturen. Die dicht sitzenden Röschen können gekocht oder auch roh für Salate verwendet werden. Auch die reifen Blätter am oberen Ende der Pflanze werden gegessen.

Rosenkohl enthält viele Ballast- und Mineralstoffe sowie Vitamin A, C und B2.

 

Aussaat und Pflanzung

Rosenkohl wird je nach Sorte von April bis Mai direkt ins Freie oder in ein Anzuchtbeet dünn verteilt ausgesät. Von Mitte Mai bis Ende Juni wird dann vereinzelt, wobei die Pflanzabstände je nach Sorte zwischen 40 und 60 cm liegen. Die jungen Pflanzen müssen tief eingepflanzt und gut angegossen werden. Es empfiehlt sich ihn etwa einen Monat nach dem Anpflanzen anzuhäufeln, damit er fester steht. Die Pflanzen bevorzugen einen sehr nährstoffreichen und sandigen Lehmboden.
 

Pflege

Bei sehr großen Pflanzabständen muss bei sehr trockenem Wetter zusätzlich gewässert werden. Auch im Herbst, während der Röschenbildung sind die Pflanzen ausreichend zu wässern. Durch häufiges Hacken wird sowohl die Wurzelbildung als auch die Standfestigkeit gefördert. Faulende Knospen müssen regelmäßig entfernt, und gelbe und kranke Blätter sind sofort auszubrechen, um zu verhindern, dass sich Pilzerkrankungen über das ganze Gemüse ausbreiten. Außerdem verbessert diese Maßnahme zusätzlich die Luftzirkulation.

Schädlinge und Krankheiten

Erdflöhe, Kohlfliege, Blattläuse, Kohlweißlingsraupen, Kohldrehherzmücke, Kohlhernie, Wollläuse
Falscher Mehltau
 

Ernte und Lagerung

In der Regel können Frühsorten ab September geerntet werden, die Haupterntezeit findet in den Monaten November und Dezember statt. Der Geschmack wird besser, wenn Rosenkohl eine kurze Zeit dem Frost ausgesetzt wird. Geerntet werden die Röschen durch Abbrechen am Strunk von unten nach oben, da die oberen sich noch entwickeln. In strengen Wintern werden, -bevor der Boden zufriert- die ganzen Pflanzen an einem geschützten, schattigen Platz nebeneinander eingeschlagen. Nach der Ernte wird die Pflanze ausgegraben und die Strünke zerhackt.

Soll der Rosenkohl eingefroren werden, dann sind die Röschen rechtzeitig zu ernten, bevor die äußeren Blätter durch Winterwetter beschädigt werden.


 

Verwertung

Rosenkohl schmeckt zwar schon vor dem ersten Frost, doch das richtige Aroma kriegt er erst danach, denn Frost erhöht den Zuckergehalt. Es sei nicht verschwiegen, dass Frost zugleich den Vitamin C-Gehalt verringert. Beim grundsätzlich hohen Gehalt an diesem Vitamin bleibt immer noch genug übrig, zusätzlich zu beachtlichen Mengen an Kali, Phosphor, Magnesium und Eisen. Sehr starkem Frost sollte Rosenkohl nicht ausgesetzt werden.

http://www.kochatelier.de/warenkunde.htm

 

Sorten

'Hossa', 'Predora', 'Wilhelmsburger', 'Cavalier'
'Citadel', 'Boxer', 'Harald'

 

 

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