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Grüne Tipps/Stauden/Gemüse
Samenernte

Sonnenblumensamen Die eigene Ernte macht nicht nur Spaß, sie ist auch lehrreich und spart Geld - Papiertüten und Küchensieb helfen beim Sammeln

Nach der sommerlichen Blüte lassen sich bei Stauden, aber auch bei vielen ein- und zweijährigen Sommer- und Herbstblumen, keimfähige Samen ernten. Recht einfach gelingt dies beispielsweise bei Ringelblumen, Stockrosen, Petunien, Sonnenblumen, Wicken, Lupinen oder Mohn.

Bei Stauden beginnt die Samenreife etwa eine bis sechs Wochen nach der Blüte. Den richtigen Erntezeitpunkt erkennt man daran, dass die Samenhüllen braun werden und sich öffnen. Eventuell zerreibt man einen Blütenstand, um zu testen, ob die Samen dunkel, also reif sind. Die Schoten von Hülsenfrüchten sollten trocken und dunkel gefärbt, aber noch nicht aufgesprungen sein. Doldenförmige Samenstände werden am Besten abgeschnitten, bevor sie völlig dürr sind und an einem sonnigen, wind- und regengeschützten Platz auf einem Tuch zum Nachreifen ausgelegt.

Geerntet wird bei trockenem, sonnigem Wetter. Der Samen wird in eine Tüte oder Schale geschüttelt, oder man schneidet die Samenstände am Ansatz ab. Größere Samenkörner lassen sich leicht aus ihren Hüllen heraustrennen, bei kleineren werden die Fruchtstände aufgebrochen und zerbröselt. Dann wird die grobe Spreu herausgelesen und das Saatgut zur Feinreinigung durch ein Küchensieb, bei sehr feinen Samen durch ein Teesieb gerüttelt.

Schwieriger ist die Ernte bei Samenkapseln, die ihren Inhalt beim Aufplatzen sofort wegschleudern. Bei solchen Arten werden die Samenstände kurz vor dem Ausreifen geerntet und zum Nachreifen in Papiertüten oder Kartons gelegt. Eine andere effektive Lösung ist, den noch nicht ganz ausgereiften Fruchstand mit einem luftdurchlässigen Gewebe oder Seidenpapier zu umhüllen und unten mit einem Bastfaden zubinden. Die herausspringenden Samen sammeln sich in der Tüte, die dann samt Stiel abgeschnitten und über einer Schale ausgeschüttelt wird.

Bei sachgerechter Lagerung der Samen von Gartenstauden und Sommerblumen, aber auch von Wildpflanzen, bleibt die Keimfähigkeit bis zu drei Jahre erhalten. Besonders wichtig ist, dass die Samen gut durchgetrocknet sind und sowohl kühl als auch trocken gelagert werden. Zur Aufbewahrung müssen sie in gut verschließbare, luftdurchlässige Papiertüten gefüllt und mit Pflanzennamen, Fundort und Sammeldatum beschriftet werden.
Aber nicht nur Stauden und Sommerblumen lassen sich durch Samen vermehren, sondern auch Gemüse lässt sich aus selbst geerntetem Saatgut heranziehen.
 

Handbuch -Samengärtnerei-

         
Andrea Heistinger u.a. (Hrsg.)

"Handbuch
Samengärtnerei"

Dieses übersichtliche Werk zur Samengärtnerei hat eine ansprechende Aufmachung und wunderschöne Fotos. Das Handbuch vermittelt ein umfangreiches Wissen zur Gemüsevermehrung. Es  gliedert nach Familien, Gattungen und Arten. Darüber hinaus werden Samenernte, Krankheiten und Schädlinge beschrieben. Außerdem werden einfache Rezepte vorgestellt, die für einzelne Kulturpflanzen typisch sind.
Ein gelungenes Buch, das sich auch sehr gut als Geschenk eignet.

 

 

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