Bei horstbildenden Kräutern wie Schnittlauch und Petersilie sind die äußeren Blätter
zu ernten, um das Wachstum der Pflanzen von innen heraus zu fördern. Es versteht sich von
selbst, dass nur diejenigen geerntet werden, die nicht krank, verdorben, frei von Schäden
und Insekten sind. Blätter und Sprossen können während der gesamten Wachstumsperiode
gepflückt werden, am beste vor der Blüte. Gepflückt
werden sollte behutsam und mit beiden Händen, damit keine ätherischen Öle der
aromatischen Blätter verloren gehen. Nur sehr harten Stängel sind mit einem scharfen
Messer oder einer Schere abzuschneiden.
Als optimaler Erntezeitpunkt empfiehlt sich ein sonniger
später Vormittag, wenn der Tau auf den Pflanzen gerade abgetrocknet ist und die Blätter
noch frisch und voller Saft sind. Zum Sammeln bietet sich ein luftdurchlässiges Körbchen
an, in das die Kräuter nur locker aufeinandergelegt und nicht zerdrückt werden.
Gänzlich ungeeignet zur Ernte sind Behälter aus Plastik oder anderen luftdichten
Materialien, in denen die Blätter schnell verderben können.
Blüten werden -sobald sie ganz geöffnet sind- ebenfalls
an einem warmen, trockenen Tag geerntet. Zur Samenernte werden die ganzen Fruchtstände im
Sommer oder Frühherbst abgeschnitten, wenn sie sich bräunlich verfärben, aber noch
nicht ganz reif sind und die Samen abgeben. Dagegen können Wurzel zu jeder Jahreszeit
aufgenommen werden, wobei ihr Geschmack im Herbst am intensivsten ist.
|