| Kräutergarten |
| Kerbel Anthriscus cerefolium |
|

|
Der in Südosteuropa beheimatete Kerbel
gehört zur Familie der Doldenblütler und ist ein einjähriges Gewürzkraut. |
|
| Der etwa 30 - 60 cm hoch und buschig wachsende
Gartenkerbel ähnelt mit seinen leuchtend grünen, mehrfach gefiederten Blättern etwas
der Blattpetersilie. Die Pflanze wächst sehr schnell und zeigt von Mai bis August kleine
weiße Blütendolden. Kerbel liebt einen
halbschattigen Standort und einen tiefgründigen, humusreichen Boden, der locker und etwas
feucht sein sollte.
|
| Aussaat und Pflanzung Ausgesät wird ab März ins Freiland, eine Vorkultur ist
überflüssig. Im Frühjahr und Sommer sichern Folgesaaten im Abstand von 2 - 3 Wochen den
Nachschub an frischen Blättern.
|
| Pflege Die anspruchslose Pflanze ist vor allem bei Trockenheit ausreichend
zu wässern, da die Pflanze ansonsten vorzeitig in Blüte schießt.
|
| Schädlinge Falscher Mehltau, Rostpilze, Blattläuse, Kerbelmotte
|
| Ernte Geerntet werden die frischen Blätter vor der Blüte, denn nur
Blätter sind gut. Zum Trocknen ist Kerbel nicht geeignet.
|
| Verwertung Das frische Würzkraut ist hocharomatisch und gehört in
Frankreich zu den fines herbes", den feinen Kräutern der guten Küche. Die
kleinen, hellgrünen Blätter ähneln der glatten Petersilie, sind aber viel zarter.
Kerbel schmeckt leicht süßlich und erinnert etwas an Fenchel und Anis. Für Suppen,
Kartoffelsalat, Quark und Soßen.
Tipp:
Kerbel nur kurz erwärmen, weil sonst die zarten Blätter
zerfallen und an Aroma verlieren.
|
| Sorten 'Mooskrauser Kerbel', 'Benarys Krauskopf', 'Glattblättriger' |
|
|