| Bei der Gestaltung eines unsymmetrischen
Kräutergartens beruht die Wirkung wesentlich auf den harmonisch abgestimmten Wuchsformen
und Farben der Kräuter. Diese Anlagenart lässt nicht nur verschiedene Formen
sondern auch unterschiedliche Wuchshöhen großzügiger zu. Die hohen Pflanzen
beeindrucken ohne das Gleichgewicht und die Harmonie zu beeinträchtigen. Auch eine reiche
Farbenpracht ermöglicht mehr Spielraum für Experimente mit außergewöhnlichen
Kombinationen. Beispielsweise entwickelt sich
Rosmarin zu einem hohen, imposanten Strauch mit himmelblauen Blüten entlang seiner
Zweige, der sowohl als Struktur verleihende Pflanze oder als Solitär gepflanzt werden
kann. Dagegen bildet der filigrane Gartenfenchel mit seinen dunklen federartigen Blättern
einen guten Kontrast. Auch panaschierte und buntblättrige Formen wie Dost und
rotblühender Salbei fügen sich gut in das Konzept ein. Ebenfalls hübsche Kombinationen
bestehen aus grün- und goldblättrigen oder purpur- und silberfarbenen Pflanzen.
Unsymmetrische und formale Elemente lassen sich aber auch
kombinieren, indem symmetrisch angelegte Wege die Begrenzung für die lockere Anlage
bilden. |