| Im allgemeinen vertragen die meisten Kräuter
Trockenheit besser als Nässe. Eine Ausnahme sind die heimischen Gewächse wie
Schnittlauch, Kümmel, Beinwell, Engelwurz und Pfefferminze. Sie lieben ebenso wie
Liebstöckel, Petersilie und Borretsch einen tiefgründigen, feuchten Humus. Wie oft
gegossen werden muss ist von verschiedenen Faktoren abhängig. So sind nicht nur bei
sommerlicher Hitze größere Wassermengen notwendig, auch ein sehr sandiger und
durchlässiger Boden erfordert mehr Feuchtigkeit. Gegen
Leitungswasser sind die robusten Kräuter wenig empfindlich, allerdings empfiehlt es sich
die Pflanzen mit ihren sonnenwarmen Blättern keinem Kälteschock auszusetzen.
Besser ist das Gießwasser in Kannen abzufüllen und so der Tagestemperatur anzugleichen.
Außerdem sollte möglichst am frühen Vormittag gegossen werden, damit die Blätter
schneller abtrocknen und weniger von Pilzkrankheiten befallen werden. Denn in der
Mittagssonne können Wassertropfen wie Brenngläser die Sonnenstrahlen einfangen und somit
Verbrennungsschäden verursachen. Und ein spätes Wässern kann zu Fäulnis führen, wenn
die Frühlingsnächte kühl oder sogar frostig sind.
Sinnvoll ist es den freien Boden zwischen den Pflanzen
öfter zu lockern oder mit einer Mulchschicht zu bedecken. Auf diese Weise wird nicht nur
die Verdunstung reduziert, es muss auch weniger gegossen werden. |
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