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Erdbeeren Fragaria


Erdbeeren
Erdbeeren gehören zu den beliebtesten Beerenobstarten. Schon ein kleines Beet bietet jährlich eine Fülle der köstlichen Früchte



       
 
Erdbeeren sind botanisch gesehen keine Beeren, da sich das Fruchtfleisch aus dem Blütenboden der Pflanze entwickelt. Erdbeeren sind gesund, sie enthalten Mineralsalze, Pektin sowie Fruchtzucker und sind daher auch für Diabetiker zuträglich.
Das Sortiment an Erdbeeren ist kaum überschaubar und selbst für den Fachmann schwierig. Für den Anbau im Hausgarten sind die vielen Züchtungen, die speziell für den Erwerbsgartenbau entwickelt wurden, außer acht zu lassen.
Standort

Erdbeeren bevorzugen einen windgeschützten sonnigen Standort, kommen aber auch mit leichtem Halbschatten zurecht. Sie lieben einen schwach sauren humosen, durchlässigen Boden. Selbst ein leichter, sandiger Boden ist geeignet, wenn er mit Humus angereichert, ausreichend gedüngt und gewässert wird.
 
Kultur

Eine einjährige Kultur hat nicht nur den Vorteil, dass ständig eine Auslese gesunder und besonders ertragreicher Pflanzen stattfindet, sondern auch die jährliche Anbaufläche gewechselt wird, was gleichzeitig vorbeugender Pflanzenschutz ist. Sollte jedoch die jährliche Pflanzarbeit zu mühsam und eine frühzeitig Pflanzung gegen Ende Juli/Anfang August nicht möglich sein, dann empfiehlt es sich, die Kultur 2 oder 3 Jahre stehen zu lassen. Da Erdbeeren mit sich selbst unverträglich sind erfordern sie Anbaupausen von mindestens, drei besser fünf Jahren. Geeignete Vorfrüchte sind Frühkartoffeln und frühe Gemüsearten.
 
Vermehrung

Die Anzucht von Jungpflanzen ist problemlos, da die ausreichend kräftigen Ausläufer, die den Mutterpflanzen am nächsten sind, abgetrennt, mitsamt den Wurzeln ausgegraben und auf ein neues Beet umgepflanzt werden.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Ausläuferpflänzchen mit beginnender Bewurzelung abzutrennen und in Tontöpfe oder Multitopfplatten zu setzen, die mit nährstoffhaltiger Blumenerde gefüllt wurden.
 

Pflanzung

In der Regel ist der August der Hauptpflanzmonat für die gebräuchlichen Grünpflanzen. Bei der üblichen Beetbreite von 120 cm werden drei Reihen Erdbeeren im Abstand von 40 cm angelegt, wobei der Pflanzabstand untereinander etwa 20 cm betragen soll. Sollte jedoch der Bestand durch eigene Jungpflanzen ergänzt werden, sind gleich größere Abstände zu wählen, um den Ausläufern ausreichend Platz zu bieten.
Beim Setzen der Erdbeerpflanzen ist darauf zu achten, dass der Blattstielansatz auf gleicher Höhe mit der Bodenfläche ist, bzw. die Herzknospe über der Erdoberfläche bleibt. Das Pflanzloch sollte so tief sein, dass die Wurzeln in ihrer ganzen Länge darin Platz finden. Erdbeeren sollten möglichst am Abend oder am Morgen, niemals aber in der voller Sonne gepflanzt werden. Nach dem Pflanzen sind sie ausreichend zu wässern, wobei die Wassergaben direkt in den Wurzelbereich erfolgen soll.
 
Pflege

Wie bei anderen Kulturen auch ist der Boden zwischen den Pflanzen unkrautfrei zu halten, der aber nur flach gelockert werden darf. Besser ist es jedoch die Beete zu mulchen oder mit Kompost zu bestreuen, um den Humusgehalt zu ergänzen. Die Düngung mit Humus sollte eigentlich während der gesamten Standzeit der Erdbeeren erfolgen.
Nach der Pflanzung und während der Wurzel- und Blütenknospenbildung im September/Oktober ist für ausreichende Feuchtigkeit zu sorgen, ebenso in der Zeit der Fruchtreife. Wenig Wasser wird dagegen von der Ernte bis August benötigt. Im Hausgarten hat sich bei größeren Beständen die Tropfbewässerung bewährt, da dadurch die Botrytis- Fruchtfäule nicht gefördert wird.
Damit das Wurzelwachstum gefördert und die Blütenknospendifferenzierung im September für das folgende Jahr begünstigt wird, empfiehlt sich eine Düngung Ende Juli/Anfang August.
Nach dem Blühbeginn Mitte Mai ist der Boden um die Pflanzen mit Stroh, grobem Nadelstreu oder Heu abzudecken. Dadurch bleibt der Boden nicht nur  gleichmäßig feucht und locker, sondern die reifenden Früchte verschmutzen und verfaulen weniger.
In Beständen, bei denen keine Jungpflanzen gewonnen werden sollen, sind die Ausläufer mehrmals zu entfernen , um die Mutterpflanze nicht zu schwächen.
Selbst bei guter Pflanzengesundheit sollte spätestens nach der dritten Ernte an einer anderen Stelle ein neues Beet angelegt werden, weil sonst die Erträge so stark zurückgehen, dass sich der Anbau nicht mehr lohnt.
 
Ernte und Verwendung

Die Ernte dauert je nach Region von Ende Mai bis Mitte Juli. Geerntet wird am besten in den frühen Vormittagsstunden, wobei die Früchte vorsichtig und nur im trockenen Zustand zu pflücken sind. Mit den Fingernägeln von Daumen und Zeigefinger werden sie etwa 1 cm über dem Kelch abgekniffen und vorsichtig in ein Gefäß gelegt. Früchte, die nicht sofort verbraucht werden sind kühl zu lagern und so etwa zwei Tage bei Temperaturen zwischen 2 - 5°C ohne wesentliche Einbußen haltbar.
Verwendung finden die leckeren Früchte in zahlreichen Desserts, Parfaits, Süßspeisen, Marmeladen, Kuchen und Getränken.
 
Schädlinge und Krankheiten

Blattläuse, Erdbeermilben, Spinnmilben, Erdbeerblütenstecher, Wicklerarten, Dickmaulrüssler, Schnecken

Blattrandvergilbung, Kräuselkrankheit, Grauschimmel, Lederfäule, Erdbeermehltau, Verticillium-Welke, Botrytisfäule
 

Sorten

Einmal tragende Erdbeersorten:

'Elvira', ertragreich, vorzügliches Aroma, sehr beliebte Sorte
'Elsanta', große Früchte, ertragreich, guter Geschmack
'Florika', gesund, wächst auf jedem Boden zu einer immergrünen,                 pflegeleichten Erdbeerwiese, ertragreich, vorzügliches Aroma
'Korona', große aromatische Früchte, gut für Marmelade, zum Einfrieren
'Senga Sengana', säuerlich aromatisch, zum Frischgenuss, Einmachen                 und Einfrieren bestens geeignet, allerdings anfällig für Fruchtfäule
'Tenira', hoher Ertrag, große Früchte, vorzüglicher Kuchenbelag, geeignet                 für mehrjährige Kultur

Mehrmals tragende -remontierende- Erdbeersorten:

'Evita', ertragreich, große Früchte
'Thuriga', gutes Aroma, geeignet für mehrjährige Kultur
'Ostara', ertragreich, große Früchte

Monatserdbeersorten:

'Rügen', kleine ausgezeichnet schmeckende Früchte, geeignet für Bowlen,               Fruchtspeisen und Dekoration, wirkt besonders schön als Weg-               und Beeteinfassung, da sie keine Ausläufer bilden

 

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