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| Obstgarten/Kletterpflanzen |
| Kiwi Actinidia deliciosa |
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Kiwis sind nicht nur
Vitaminbomben, sie sind auch relativ leicht zu kultivieren. |
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| Die aus Südostasien stammende Kiwi ist eine
laubabwerfende Schlingpflanze mit bis zu 9 m langen Trieben. Die Früchte haben behaarte
braune Schalen wie die großfruchtige Actinidia chinensis oder glatte
grüne wie die kleinfruchtige Actinidia arguta und grünes Fruchtfleisch mit
kleinen, schwarzen Samen. |
Da Kiwis zweihäusig sind, tragen sie entweder
männliche oder weibliche Blüten und beanspruchen daher Platz. Das heißt, eine
ausreichende Ernte setzt ein männliches Exemplar auf acht bis zehn weibliche Pflanzen
für eine sichere Befruchtung voraus.
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Standort und Pflege
Die Pflanzen bevorzugen einen windgeschützten warmen Standort und einen durchlässigen
sauren Boden mit einem ein pH-Wert um die 5,5 bis 6,5. Da Kiwis Ranken bis zu 10 m Länge
entwickeln ist am Spalier ein Pflanzabstand von 4 - 6 m angebracht.Im Handel werden die Gewächse als Containerpflanzen angeboten, die
jederzeit gepflanzt werden können. Empfehlenswert ist jedoch der frühe Herbst, so dass
sich die Pflanzen vor Wintereinbruch ausreichend verwurzeln können. Auch sollten
zweijährige oder noch ältere Pflanzen gewählt werden, da sie weniger empfindlich sind.
Erst ab dem darauf folgenden Frühjahr braucht die Kiwi
regelmäßige Düngergaben. Empfehlenswert sind chlorfreie Mehrnährstoffdünger und eine
dicke Mulchschicht. Außerdem braucht die Pflanze immer genügend Wasser, denn ihre
Blätter besitzen eine große Verdunstungsfläche.
Eine erfolgreiche Fruchtbildung erfordert auch entsprechende Schnittmaßnahmen. Kiwis
benötigen einen Sommer- und einen Winterschnitt. Im Winter dient der Schnitt dazu, das
Wachstum der Pflanze anzuregen und überflüssiges Astwerk zu entfernen.
Günstigster Zeitpunkt dazu sind alle frostfreien Tage von Mitte Februar bis Mitte Mai.
Der Sommerschnitt ist am besten im August vorzunehmen, wenn die Früchte etwa walnussgroß
sind. Hier werden die Äste auf 15 - 25 cm eingekürzt. So kommt die komplette Wuchskraft
nicht dem Holz oder Laub, sondern ausschließlich den Kiwis zugute.
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Vermehrung
Kiwis lassen sich sowohl durch krautige Stecklinge als auch durch Steckhölzer bewurzeln.
Krautige Stecklinge werden im Frühjahr geschnitten, auf 10 - 15 cm gekürzt und in
Vermehrungssubstrat gesteckt. Dagegen werden im Spätsommer etwa 20 - 30 lange
Steckhölzer geschnitten und in sandiges Substrat gesteckt.
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Verwendung
Die Pflanzen klettern an Spaliere, Gittern und Pergolen empor. Sie benötigen feste
Kletterhilfen wie Drähte oder Gitter.
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Schädlinge und Krankheiten
Blasenfüße, Wurzelgallenälchen;
Wurzelfäule, Fruchtfäule;
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Sorten
Bewährte "Befruchtungspartner" sind die Sorten 'Hayward' (weibl., breit, ovale,
große Früchte), 'Tomuri' (männl.) und 'Monty' (weibl., große, längliche Früchte),
die alle zu den Spätblühern zählen. 'Matua' (männl.) ist eine frühblühende
Kiwisorte, die gut mit 'Abott' (weibl., längliche, mittelgroße Früchte) und 'Bruno'
(weibl., breite, mittelgroße Früchte) korrespondiert.
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