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Stauden
Aussaat

Die Aussaat gelingt am sichersten sofort nach der Samenreife.
 
Steht nur wenig Saatgut zur Verfügung, empfiehlt sich die Vorkultur, wobei die Keimrate oft erheblich besser ist. Das gesammelte Saatgut wird in Anzuchterde in Töpfen oder Blumenkästen ausgebracht, die in ein Frühbeet oder an einen anderen geschützten Ort zu stellen sind. Schnell keimende Stauden wie Lupine oder Stockrose gehen nach wenigen Wochen auf und können ausgepflanzt werden.
Langsam keimende Arten, etwa Paeonien, sprießen erst im nächsten Frühjahr. Von ein- und zweijährigen Pflanzen lässt sich meist reichlich Saatgut gewinnen. Deshalb kann hier ohne Vorkultur ausgesät werden.
Doch auch Arten wie Wiesenglockenblume, Weidenröschen oder Habichtskraut sind schön anzuschauen. Ein Wermutstropfen ist die oft geringe Keimrate. Hinzu kommt das sehr unterschiedliche, noch längst nicht vollständig erforschte Keimverhalten. Die meisten Arten sind Lichtkeimer, die Zahl der Dunkelkeimer ist eher gering. Am Besten ist, sich bei der Aussaat am natürlichen Ablauf zu orientieren. Als Faustregel gilt: Frühreifende Wildblumensamen sind im Frühjahr und spätreifende im Herbst auszubringen. Hilfreich ist es, sich die Lebensbedingungen am ursprünglichen Standort genau anzuschauen, und im Garten zu simulieren.

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