| Es empfiehlt sich für alle Pflanzsituationen,
höher wachsende Arten im Hintergrund anzuordnen und zu den niedrigsten Stauden im
Vordergrund hin abzustufen. Das gilt im übertragenen Sinn auch für das Rondell, in dem
sich große Stauden in der Mitte gruppieren und die kleineren Pflanzen die Randzonen
einnehmen. Bezüglich einer harmonischen Proportion lässt sich sagen, je breiter ein Beet
oder eine Rabatte ist, um so höher können die Pflanzen sein. Mit der durch die Wuchshöhe vorgegebenen Anordnung wird nur der äußere Rahmen
bestimmt. Der Gesamteindruck wird auch von der Gruppierung beeinflusst. So wirken Pflanzen
effektvoller und die Übergänge fließender, wenn kleine und mittelgroße Arten von drei
bis fünf Exemplaren desselben Typs in Gruppen zusammengepflanzt und eher zufällig
angeordnet werden.
Solche Kompositionen lassen sich auch aufgrund ihrer Formen
und Strukturen arrangieren. Spannungsreiche Kombinationen sind duftig fedrige Blüten, die
sich von überquellenden Blätterkissen abheben. Und dieses Bild wiederum setzt sich trotz
seiner Vielfalt aus den Komponenten Farbe und Blütezeit zusammen. Ein Farbschema kann auf
einer einzigen Farbe oder auf bestimmten Farbtönen basieren, dabei ist die Laubfarbe
ebenfalls mit einzubeziehen.
Hier spielen neben dem persönlichen Geschmack auch die
Jahres- und Tageszeiten -mit ihren unterschiedlichen Lichtverhältnissen-, ebenso eine
Rolle wie der Charakter und die Umgebung des Gartens.
Bei der Auswahl der Pflanzen und der räumlichen Einteilung
ist nicht nur deren unterschiedliche Wuchsgeschwindigkeit sondern auch ihre Blühzeiten
sind zu berücksichtigen. Wichtig ist, dass der Staudengarten vom Frühjahr bis zum Herbst
durch seine farbenfrohe Pracht besticht. |