| Größere Gewässer mit Tiefenzonen von 80 cm
und mehr, ohne frostempfindliche Pflanzen und Fische können den Winter ohne weitere
Maßnahmen in Ruhe überdauern. Dagegen empfiehlt sich für neu angelegte Teiche oder
solche mit Fischbesatz, diese teilweise eisfrei zu halten. Allerdings ist eine
geschlossene Eisdecke niemals aufzuhacken, da durch die Schwingungen die ruhenden Tiere
unnötig aufgeschreckt werden. Ein Loch lässt sich beispielsweise problemlos erzeugen
durch einen warmen Wasserstrahl oder einem mit heißem Wasser gefüllten Metalltopf, der
auf die Eisdecke gestellt wird. Durch die Öffnung kann das Wasser nun herausgeschöpft
werden, so dass sich unter der Eisdecke eine Luftblase bildet. Um ein erneutes Zufrieren
zu verhindern ist das Loch nun mit einer Schilfmatte, lichtdurchlässiger Kunststoffplatte
oder ähnlichem abzudecken. In Regionen mit strengen
Winterfrösten sollte für kleine Teiche, bei denen ein Durchfrieren möglich ist, eine
komplette Abdeckung mit einem lichtdurchlässigen Material in Erwägung gezogen werden.
Darauf gefallener Schnee muss fast immer von der Abdeckung entfernt werden, da er den
Lichteinfall stark mindert. Nur bei sehr starken Frösten kann die Schneeschicht bleiben,
da sie dann als zusätzliche Isolationsschicht wirkt.
Die meisten Teichpflanzen sind völlig winterhart und
brauchen keine besondere Behandlung. Seerosen, die im Wasserbereich von 30 - 40 cm Tiefe
aufgestellt wurden, sollten in tiefere Zonen mit mindestens 60, besser 80 cm Tiefe
umziehen. Dort ist immer noch Wasser, wenn darüber bereits alles eingefroren ist. Ist der
Teich nicht tief genug, können empfindliche Seerosen in einem kalten, aber frostfreien
Raum überwintern. Dort finden auch nicht winterharte Teichpflanzen wie Wasserähre Aponogeton
distichus, Scheinkalla Lysichitum und Goldkolben Orontium aquaticum
ihren Platz. |
|