| Ein Hydrogefäß besteht aus dem mit Wasser
und Nährstoffen gefüllten Übertopf aus Kunststoff oder Fieberglas in beliebigen
Farben, einem geschlitzten Kulturtopf aus Kunststoff, den rotbraune Tonkügelchen und
einem Wasserstandsanzeiger. Das Prinzip der
Hydrokultur ist eigentlich ganz einfach. Den Pflanzen steht ein Wasser-Reservoir zur
Verfügung, aus dem sie sich je nach Bedarf bedienen können. Die Blähtonkügelchen
leiten die Feuchtigkeit aus dem Wasservorrat am Grunde des Topfsystems über ihre großen
Oberflächen an die Wurzeln weiter. Zusätzlich bleiben zwischen den kleinen Tonkugeln
viele Hohlräume, durch die Luft zu den Wurzeln vordringen kann. Der Wasserstand im
Hydrogefäß wird über einen Wasserstandsanzeiger kontrolliert und die Nährstoffe
beziehen die Pflanzen aus einer wässrigen Lösung.
Die Hydrogefäße sollten ausreichend groß sein, um ein
häufiges Umtopfen zu vermeiden. Denn jedes Umsetzen stresst die Pflanzen, da sich ihre
Wurzeln nicht in einem schützenden Ballen befinden, sondern nur locker von dem
Tongranulat umgeben sind.
Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass sich für
Hydrokulturen nur Grünpflanzen eignen, ist falsch. Denn auch Blühpflanzen wie blaue
Lieschen, Hibiscus oder Orchideen sind ein Blickfang in dem Tongranulat und begeistern mit
ihrer bunten Pracht. Eine Umstellung von Erd- auf Hydrokultur ist zwar jederzeit möglich,
doch ist es besser, sich gleich von Anfang an für diese bequeme Art der Pflanzenhaltung
zu entscheiden.
In ungewöhnlicher Weise lassen sich Hydrokultur-Pflanze
auch dekorieren. So kann eine Deckschicht aus roten, blauen oder gelben Deco-Ton-
Kügelchen den braunen Blähton überdecken. Glamouröser wirken jedoch glitzrige
Glassteinchen oder besonders edel erscheint das Gewächs, wenn es in weißen Marmor
gehüllt wird. |
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