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Weihnachtsstern

Euphorbia pulcherrima

       

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Der Weihnachtsstern oder die Poinsettie zählt zu den bekanntesten Zimmerpflanzen der kalten Jahreszeit.
Der Weihnachtsstern, zur Familie der  Wolfsmilchgewächse gehörend, stammt aus den feuchtwarmen Gebieten Mittelamerikas. In seiner Heimat wird dieser immergrüne Busch etwa 120 cm hoch, während er hier als kurze Zimmerpflanze im Handel angeboten wird. Die eigentlichen, unscheinbar kleinen Blütenstände werden von einem Kranz prächtig feuerrot, lachsrosa oder gelbweiß gefärbten Hochblättern umgeben.
Der Weihnachtsstern ist eine typische Kurztagpflanze, der nur dann seine Blütenstände ausbildet, wenn die Pflanze über einen langen Zeitraum weniger als zwölf Stunden pro Tag erhält. Da er gerade zwischen November und Dezember blüht ist er zu einer der beliebtesten Zimmerpflanze im Winter geworden.

Bei Verletzung scheidet der Weihnachtsstern einen weißen Saft aus, der dem Wundverschluss dient und zudem ein Fraßschutz ist. Dieser Milchsaft kann Hautreizungen auslösen und bei Schleimhäuten zu Gewebszerstörung führen können. Die im Handel erhältlichen Zuchtformen des Weihnachtssterns sollen aber weitgehend frei sein von diesen giftigen Wirkstoffen sein. Trotzdem ist Vorsicht angesagt, denn bezüglich der individuellen Empfindlichkeit besteht immer die Gefahr von allergischen Reaktionen.


Standort und Pflege:

Die Pflanze liebt einen hellen, durchaus sonnigen Platz bei etwa 17 - 21°C. Zugluft oder Minusgrade beim Lüften der Wohnräume sind zu vermeiden. Während der Blütezeit muss der Wurzelballen immer durchfeuchtet sein, wobei das Gießwasser Zimmertemperatur haben soll. Die großen Hochblätter können an günstigen Standorten auch noch nach dem Verblühen der eigentlichen Blüten oft noch mehrere Monate durchhalten.

Weiterkultivieren

Nach dem endgültigen Verblühen ist ein Weiterkultivieren der Pflanze mit etwas Geduld möglich. Sie wird weniger gegossen und wenn das Laub abgefallen ist bis auf 3 bis 5 cm Höhe zurückgeschnitten. Bis April verbleibt der nahezu trockene Topfballen an einem hellen Standort mit mäßiger Temperatur. Ab April ist wieder regelmäßig zu gießen, wobei die Pflanze den Sommer über im Freien verbringen kann. Ab September müssen die Pflanzen zur Blühinduktion täglich vierzehn Stunden in völliger Dunkelheit stehen, damit sie zu Weihnachten wieder die farbigen Hochblätter bekommen.

Schäden und Krankheiten

Die Pflanzen können von Blattläusen, weiße Fliegen und Spinnmilben befallen werden, die sich mit speziellen Insektiziden oder Insektizidstäbchen bekämpfen lassen. Kultivierungsfehler wie Laubfall und vergilbte Blätter lassen sich auf Ballentrockenheit und zu warme oder zu trockene Haltung zurückführen. Abhilfe kann hier ein regelmäßiges gießen mit kühler, feuchter Kultivierung schaffen. Bei Grauschimmel und Bodenpilzen sind die befallenen Pflanzenteile zu vernichten.
 

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