| Die grünen Wedel lassen sich auf der
Fensterbank in zweiter Reihe ebenso kultivieren wie in wenig belichteten Fluren,
Badezimmern oder unliebsamen dunklen Ecken. Voraussetzung
für eine erfolgreiche Kultur ist der Boden. Farne benötigen zwar viel Feuchtigkeit, aber
auf Staunässe reagieren sie äußerst empfindlich. Daher ist eine ausreichend dicke
Dränageschicht am Boden des Gefäßes unbedingt erforderlich. Damit das Substrat im Laufe
der Zeit nicht austrocknet, sollte die Pflanze gelegentlich, einschließlich dem Topf, in
lauwarmes Wasser getaucht werden.
Da jedoch nicht alle Farne den gleichen Feuchtigkeitsbedarf haben lässt sich
unterscheiden, dass Farne mit glänzend grünen, lederartigen Wedeln bedeutend weniger
Wasser benötigen, als Arten mit zartwandigen, dünnen Blättern. Denkbar ist auch eine
Hydrokultur, hier kann sich die Pflanze je nach Bedarf selbst versorgen. Darüber hinaus
lässt sich durch ein regelmäßiges Besprühen der Pflanze ein Kleinklima schaffen, in
dem sie sich besonders wohlfühlt.
Unter idealen Bedingungen muss die rasch wachsende Pflanze fast jedes Frühjahr umgetopft
werden. Dazu eignet sich die im Handel angebotene hochwertige Blumenerde. Nur bei einigen
empfindlichen Arten sollte der Boden mit etwas Torfmull und scharfem Sand abgemagert
werden. Aber beim Umtopfen ist unbedingt darauf zu achten, dass der alte Ballen unverletzt
bleibt.
Was den Dünger betrifft, so reagieren Farne sehr empfindlich auf zuviel Salz in der Erde.
Das Ein- und Umtopfen sollte daher immer in nährstoffarme Erde erfolgen. Dennoch müssen
auch Farne regelmäßig gedüngt werden, wozu sich Knochenmehl und mineralische
Volldünger empfehlen.
Nur auf Standortwechsel und Zugluft reagiert der ehemalige Waldbewohner äußerst
sensibel und sollte daher an einem ständig geschützten Platz kultiviert werden. Trotzdem
sind Farne ideale Zimmergenossen ohne große Ansprüche, die sich sowohl in moderne als
auch in klassisch gestaltete Räume einfügen.
|
|