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Zimmerpflanzen
Zimmerfarne

      

Trotz des umfangreichen Sortimentes an Formen und Farben verschwanden die Farne als Zimmerpflanzen zu Beginn dieses Jahrhunderts fast vollständig von der Bildfläche.
       
 
Nach einer langen Periode gab es in den vergangenen Jahren jedoch ein erfolgreiches Comeback. Denn der geringe Lichtbedarf macht sie zu einer der idealsten Pflanze der Wohnung. 
Die grünen Wedel lassen sich auf der Fensterbank in zweiter Reihe ebenso kultivieren wie in wenig belichteten Fluren, Badezimmern oder unliebsamen dunklen Ecken.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Kultur ist der Boden. Farne benötigen zwar viel Feuchtigkeit, aber auf Staunässe reagieren sie äußerst empfindlich. Daher ist eine ausreichend dicke Dränageschicht am Boden des Gefäßes unbedingt erforderlich. Damit das Substrat im Laufe der Zeit nicht austrocknet, sollte die Pflanze gelegentlich, einschließlich dem Topf, in lauwarmes Wasser getaucht werden.

Da jedoch nicht alle Farne den gleichen Feuchtigkeitsbedarf haben lässt sich unterscheiden, dass Farne mit glänzend grünen, lederartigen Wedeln bedeutend weniger Wasser benötigen, als Arten mit zartwandigen, dünnen Blättern. Denkbar ist auch eine Hydrokultur, hier kann sich die Pflanze je nach Bedarf selbst versorgen. Darüber hinaus lässt sich durch ein regelmäßiges Besprühen der Pflanze ein Kleinklima schaffen, in dem sie sich besonders wohlfühlt.

Unter idealen Bedingungen muss die rasch wachsende Pflanze fast jedes Frühjahr umgetopft werden. Dazu eignet sich die im Handel angebotene hochwertige Blumenerde. Nur bei einigen empfindlichen Arten sollte der Boden mit etwas Torfmull und scharfem Sand abgemagert werden. Aber beim Umtopfen ist unbedingt darauf zu achten, dass der alte Ballen unverletzt bleibt.
Was den Dünger betrifft, so reagieren Farne sehr empfindlich auf zuviel Salz in der Erde. Das Ein- und Umtopfen sollte daher immer in nährstoffarme Erde erfolgen. Dennoch müssen auch Farne regelmäßig gedüngt werden, wozu sich Knochenmehl und mineralische Volldünger empfehlen.

Nur auf Standortwechsel und Zugluft reagiert der ehemalige Waldbewohner  äußerst sensibel und sollte daher an einem ständig geschützten Platz kultiviert werden. Trotzdem sind Farne ideale Zimmergenossen ohne große Ansprüche, die sich sowohl in moderne als auch in klassisch gestaltete Räume einfügen.

 

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